Die Sonderabsenkung für Februar bis einschließlich April steht nun fest. So wird im Februar auf 9,87 cent/kWh*, im März auf 9,39 cent/kWh* und im April auf 8,90 cent/kWh* abgesenkt. Das entspricht ca. 5% Absenkung ab 1. Februar zum Vormonat. Die Folgemonate belaufen sich dann auch um ca. 5% – erst im Mai soll die reguläre Regelung wieder greifen. Hier ist zu beachten, dass es sich um die „*Anzulegende Werte“ handelt, welche die 0,4 cent/kWh beinhalten und bei Anlagen, die nicht unter die Regelung der Direktvermarktung fallen, noch abgezogen werden müssen.

Wenn man die Zahlen für sich betrachtet, werden klar die 20% auch in Summe nicht erreicht – aber wieviel sind es tatsächlich? Gegenüber der ursprünglichen Regelungen gehen wir davon aus, das im „annuierten Zubau“ das Fenster von 2,5 GW überschritten wird bis Ende Dezember – dann schreibt das Gesetz vor, dass 1% abgesenkt werden würde. Wir haben Ihnen diese Zahlen in einem separaten Beitrag einmal detaillierter aufbereitet. Unter der Annahme, das im Dezember der Zubau über 60 MW liegt, würde um 1% abgesenkt werden. Ein einfacher Vergleich der Werte im April ergibt somit eine Absenkung von ca. 13,3%. Eine höhere Absenkung von 1,4% würde erst bei einem annuierten Zubau von 3,5-4,5 GW liegen, das wäre rechnerisch ein Volumen von 530 MW im Dezember – machbar, aber aus der aktuellen Marktentwicklung eher unwahrscheinlich. Viele Anlagen werden sicher auch erst im Januar angemeldet. Der Januar selbst fällt dann erst in die Betrachtung der Absenkung ab 1. Mai. Die Vergütung wird dann im Mai sicher ganz knapp ausgehen, wir tendieren zu einer Absenkung  von maximal 0,25% – gerade weil hier starke Monate wie Oktober November und Dezember große Anteile bringen, der Verschiebungseffekt in den Januar hinzu kommt und die Monate Februar und März werden eher moderat ausfallen. Der überwiegende Teil wird dann geprägt von Dachanlagen kleiner 40 kW sein.

Dem gegenüber stehen die massiv gesunkenen Modulpreise. Noch am Anfang des vergangenen Jahres kosteten unsere poly-Module ca. 36-37 cent/Wp. Heute können wir Ihnen Paketpreise aus Modulen und Wechselrichtern bereits unter 30 cent/Wp anbieten. Das ist ein Preisverfall von gut 30-33% – nur bei Modulen. Auch wenn aktuell für das erste Halbjahr keine erheblichen Preisnachlässe zu prognostizieren sind, zu Mitte des Jahres wird sicher auch hier noch ein paar kleine Prozente Nachlass drin sein. Wie hoch die, aufgrund viele Signale aus anderen Märkten und deren EE-Programme, ausfallen werden, ist noch nicht abzusehen. Die Nachfrage aus Märkten wie China und Indien wird sehr deutlich über denen des europäischen Marktes liegen.

Autor: EEHD / Stephan Rothe