Vorab eine kurze Zusammenfassung:
Die Preise entlang der Photovoltaik-Wertschöpfungskette steigen weiter. Besonders bei Energiespeicherzellen und Solarzellen führen höhere Rohstoffkosten – vor allem für Lithiumcarbonat und Silber – zu spürbarem Margendruck bei Herstellern. Während Modulpreise bislang weitgehend stabil bleiben, signalisieren interne Preisanpassungen und schwache Nachfrage im ersten Quartal 2026 eine mögliche Marktspannung. Analysten erwarten, dass sich der Kostendruck in den kommenden Monaten fortsetzt und die Produktionsraten mancher Zellhersteller weiter sinken.
1. Energiespeicherzellen
Die Preise für Energiespeicherzellen sind in dieser Woche weiter gestiegen, hauptsächlich aufgrund eines deutlichen Preisanstiegs bei Lithiumcarbonat auf 101.500 RMB pro Tonne. Jeder Anstieg um 10.000 RMB pro Tonne Lithiumcarbonat erhöht die Zellkosten um etwa 0,005 RMB/Wh und schmälert damit die Gewinnmarge um rund 1,6 Prozentpunkte. Während sich die Auswirkungen auf die Renditen inländischer Speicherprojekte derzeit noch in Grenzen halten, nimmt der Kostendruck auf Zellhersteller weiter zu und dürfte bis 2026 erheblich bleiben.
2. PV‑Module
Die Modulpreise sind infolge höherer Zellkosten um 0,03 RMB/W gestiegen. Reale Verkaufspreise blieben jedoch stabil bei 0,65–0,66 RMB/W, insbesondere im Vertrieb über Zwischenhändler. Interne Richtpreise steigen in Richtung 0,70 RMB/W. Die Nachfrage bleibt jedoch verhalten angesichts schwacher Installationsaussichten im ersten Quartal. Mit weiter steigenden Zellpreisen verstärkt sich die Kostengrundlage, sodass weitere Preiserhöhungen möglich bleiben – abhängig von den Marktverhandlungen.
3. Solarzellen
Die Preise für Solarzellen zogen infolge der steigenden Silberpreise kräftig an. Der höchste Transaktionspreis stieg auf 0,34 RMB/W, gängige Angebote liegen nun bei 0,36–0,37 RMB/W, einige sogar bei 0,38 RMB/W. Nachgelagerte Käufer reagieren zurückhaltend, da sich Modulpreise bisher langsamer entwickeln als die Kosten. Wegen der steigenden Kosten und schwachen Nachfrage haben einige Hersteller ihre Produktion reduziert. Die durchschnittliche Auslastung der Branche dürfte im Januar weiter sinken.
Quelle: SMM Information & Technology Co., Ltd

