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Achtung! Mehr administrative Aufgaben und unternehmerisches Risiko im Windpark – am 27. November 2020 um 13:57

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Anlagen gebaut, Netzanschluss geregelt, Finanzierung gestemmt, Einspeisevergütung gesichert – und jetzt den Erfolg genießen? Noch nicht: Die Mühe fängt mit Inbetriebnahme des Windparks erst an. Und der Erfolg muss mit harter Arbeit gesichert werden.

Der Betrieb eines Windparks ist und bleibt ein unternehmerisches Risiko, und belohnt wird nur der, der sich von Anfang an kümmert – oder eben jemand anderen sich kümmern lässt. Jemanden, der genau hinsieht. Das gilt nicht nur für den technischen Part: Keine Frage, Anlagen müssen überwacht werden, die Aktivitäten der Wartungsunternehmen müssen gesteuert und überprüft werden. Schließlich hängt die Performance eines Windparks direkt davon ab, wie eng er betreut wird, wie genau es seine Betreuer/innen mit ihm nehmen.

Das aber ist nicht nur eine Sache der technischen Betriebsführung, sondern eben auch der kaufmännischen – und der Verwaltung. Denn die administrativen Aufgaben und Anforderungen sind in den vergangenen Jahren massiv angewachsen. Was dazu geführt hat, dass Betriebsführungsunternehmen mehr und mehr Aufgaben übernehmen, um Anlageneffizient zu betreiben. Denn was beispielsweise passiert, wenn ein Netzbetreiber eine Netzsicherheitsmaßnahme während einer Phase negativer Strompreise (ab 6h, 15 Min.) fährt? Hat der Betreiber Anrecht auf eine Entschädigung? Welche Auswirkungen haben negative Strompreise auf die Direktvermarktungsverträge? Alles Fragen, die in der Regel vom Betriebsführer zu beantworten sind.

Hinzu kommen Investitionen, die auch nach Inbetriebnahme notwendig werden. Stichwort BNK. Stichwort Reduktion der Lärmemission. Stichwort Performanceoptimierung. Und was ist mit Themen wie Anlagenverantwortung? Gewährleistung? Meldungen und Prüfungen? Anforderungen der neuen TR 10? Stromsteuer? Fristen und weiteres mehr.

All dies sind Anforderungen, die ein Betreiber in der Regel nicht selbst erfüllen kann und für die er einen Partner braucht, der sich dieser Dinge annimmt. Wenn nicht der Betriebsführer, wer sonst?

Autor: Prof. Dr. Walter Delabar ist seit 2012 Geschäftsführer des Betriebsführungsspezialisten

Regenerative Energien Zernsee GmbH & Co. KG mit Büros in Berlin und im Rheinland.

Kontakt: w.delabar@rez-windparks.de

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