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AEE verzeichnet weiter hohe Zustimmung zum Ausbau der Erneuerbaren – pv magazine Deutschland

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Die Akzeptanz sinkt jedoch, wenn die Photovoltaik- oder Windkraftanlagen in der eigenen Nachbarschaft gebaut werden. Eine Mehrheit der Bevölkerung erkennt nach den Umfrageergebnissen die Impulse für die regionale Wirtschaft, die durch neue Erneuerbaren-Anlagen entstehen.

„Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet sogar einen noch stärkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien als bisher – und erkennt die enormen Chancen ihres Ausbaus und den Bedarf an Stromnetzen für die lokale Wirtschaft“, sagt Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), bei der Vorstellung der Ergebnisse zur Akzeptanzumfrage 2020. In der repräsentativen Umfrage lag die Zustimmung demnach stets um die 90 Prozent. Im vorliegenden Fall stuften 65 Prozent der Befragten den Ausbau der Erneuerbaren als sehr oder außerordentlich wichtig ein, weitere 21 Prozent finden ihn wichtig.

Die Akzeptanz sinkt jedoch, wenn die neuen Photovoltaik- oder Windkraftanlagen in der eigenen Nachbarschaft entstehen. Dann werde dies nur noch von 60 Prozent der Befragten befürwortet. Allerdings lägen die Werte höher, wenn die Anwohner mit den Erneuerbaren-Anlagen in Berührung kämen. So finden 76 Prozent der Befragten, die in der Nähe eines Solarparks wohnen, den Bau eines solchen in ihrer direkten Umgebung gut, wenn sie Vorerfahrung hätten, berichtet die AEE. Ohne diese liege der Wert bei 62 Prozent. Dieser positive Effekt sei auch bei Windparks, Biomasseanlagen und neuen Stromleitungen feststellbar. Zugleich zeige die Befragung, dass gerade das Thema „Wind im Nutzwald“ sehr umstritten sei. Mehr als die Hälfte der Befragten lehnt den Bau von Windkraftanlagen dort ab.

Die positiven Auswirkungen des Baus neuer Photovoltaik-, Windkraft- und anderer Erneuerbaren-Anlagen auf die regionale Wirtschaft erkennen immerhin mehr als die Hälfte der von YouGov befragten Teilnehmer für die repräsentative Akzeptanzstudie. 22 Prozent erklärte, es treffe voll zu, weitere 35 Prozent erklärten, es treffe etwas zu. Diese Frage sei erstmals im Zuge der Akzeptanzstudie gestellt worden.