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Atomkraft-Ausbau ist völliger Unsinn

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Macron hatte eine führende Rolle Frankreichs beim Klimaschutz versprochen, doch seitdem tut sich wenig, Atomenergie bleibt billig. Neue Atomreaktoren sind geplant – doch das wird sehr viel teurer als jetzt endlich auf Erneuerbare Energien zu setzen.

19.12.2018 – Auch Frankreich hat – wie die Mehrzahl der Länder – beim Weltklimagipfel in Katowice, der am Wochenende zu Ende ging, nicht gerade geglänzt. Frankreichs Präsident Emanuel Macron war im eigenen Land vor allem mit dem Thema Dieselsteuer und den dadurch ausgelösten Protesten beschäftigt. Ohnehin setzt Frankreich beim Klimaschutz auf die Atomkraft, denn mit der „sauberen“ Energiegewinnung ließen sich viele Tonnen CO2-Emissionen einsparen, so das Argument. Und da Macron sich seit langem für eine CO2-Besteuerung stark macht, scheint das Energieproblem, was die Stromerzeugung betrifft, da erstmal außen vor.

Durch die Atompolitik kommt Frankreich jedoch beim notwendigen Ausbau Erneuerbarer Energien nicht voran und hinkt schwer hinterher. Es sollen zwar bis 2050 einige Atomkraftwerke stillgelegt werden – allerdings später als bislang geplant, was zudem ein enormes Sicherheitsrisiko darstelle, warnen Experten. Mit der Verzögerung des Atomausstiegsziels droht Frankreich sein Ausbauziel für Erneuerbare Energien für 2030 zu verfehlen –  bis dahin sollten 40 Prozent des Stroms aus regenerativen Energieanlagen stammen.

Stattdessen ist bereits der Bau neuer, leistungsfähigerer Atomkraftwerke geplant. Doch die Entwicklung solcher EPR-Kernreaktoren wäre „aus wirtschaftlicher Sicht für das französische Stromsystem nicht wettbewerbsfähig“, hat die Agence de l’Environment et de la Maîtrise de l’Energie (ADEME) nun berechnet. Der Bericht geht davon aus, dass die Atomreaktoren Strom für 70 Euro pro Megawattstunde erzeugen könnten, während die Kosten für Wind- und Solarenergie deutlich niedriger ausfallen würden.

Strompreis mit Erneuerbaren günstiger

Frankreich würde laut Bericht von ADEME rund 39 Milliarden Euro einsparen, wenn bis 2060 der Bau von 15 neuen Anlagen unterbliebe und die Regierung stattdessen auf den zügigen Ausbau Erneuerbarer Energien setzt.

weiterlesen … (Quelle: Energiezukunft)

Stephan Rothe

Geschäftsführer / CEO, EEHD Erneuerbare Energien Handel und Distribution GmbH

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