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Baywa steuert auf Rekordergebnis zu – pv magazine Deutschland

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Der Umsatz des Münchner Konzerns sank zwar leicht, dafür legte das EBIT um fast ein Drittel in den ersten drei Quartalen zu. Ein wesentlicher Faktor dabei war das gut laufende Photovoltaik- und Windkraftgeschäft. Er erzielte erstmals mehr Umsatz als das Geschäftsfeld der “Klassischen Energie” bei Baywa.

Die Baywa AG hat in den ersten drei Quartalen 2020 ihr Ergebnis signifikant steigern können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 32,9 Prozent auf 102,7 Millionen Euro, wie der Münchner Konzern am Donnerstag veröffentlichte. Alle drei operativen Segmente von Baywa – Energie, Agrar und Bau – hätten dazu beigetragen. Der Umsatz ging dagegen preisbedingt um 2,2 Prozent auf knapp 12,2 Milliarden Euro zurück.

Wesentlichen Anteil an den guten Konzernzahlen hat das Energiegeschäft. Die Sparte verzeichnet zwar ebenfalls gegenüber dem Vorjahr einen leichten Umsatzrückgang von rund 3,0 auf 2,7 Milliarden Euro, allerdings verdoppelte sich das EBIT nahezu. Es stieg von 25,4 auf 48,0 Millionen Euro. Besonders im Erneuerbaren-Bereich verzeichnete Baywa dabei deutliche Zugewinne. Der Umsatz in diesem Geschäftsfeld legte um 23 Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro zu und übertraf damit erstmals die „klassische Energie“. In diesem Bereich büßte Baywa rund 30 Prozent Umsatz ein und er lag ebenfalls bei gut 1,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis konnte jedoch in beiden Energiebereichen verbessert werden. Nach 3,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erreichte das Unternehmen mit seinem Erneuerbaren-Geschäft diesmal einen EBIT von 22,0 Millionen Euro nach drei Quartalen. Auch der Bereich „klassische Energie“ konnte sein EBIT um gut 20 Prozent auf 26 Millionen Euro verbessern. „Im Geschäftsfeld Regenerative Energien trugen diverse Projektverkäufe in Europa und Asien sowie ein starkes Handelsgeschäft mit PV-Komponenten zum positiven Ergebnis bei“, hieß es von Baywa weiter.

Auch mit Blick auf das vierte Quartal wird der Energiebereich als wesentlicher Ergebnistreiber erwartet. Bis zum Jahresende sind zahlreiche weitere Projektverkäufe von Photovoltaik- und Windkraftanlagen geplant, wie es hieß. Auch gehe Baywa von einem weiter floriedenden internationalen Handel mit Solarmodulen auf. Die hohe Nachfrage nach Heizöl könnte zudem durch die CO2-Steuer, die ab 2021 fällig wird, in den Schlussmonaten noch einmal neuen Auftrieb erhalten.

Der Baywa-Vorstand bleibt bei der Prognose für das Gesamtjahr dennoch vorsichtig. „Aufgrund unserer Versorgungsfunktion für elementare Bereiche wie Land-, Energie- und Bauwirtschaft gehe ich davon aus, dass wir auch weiterhin uneingeschränkt arbeiten und unsere Kunden bedienen können“, sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz. Er gehe trotz der weltweiten Covid-19-Pandemie insgesamt von einem operativen Jahresergebnis über Vorjahresniveau aus. „In Hinblick auf den Klimawandel ist der Megatrend, weltweit den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, ungebrochen – daran ändert auch die Corona-Pandemie nichts“, so Lutz weiter.