Viele in der Branche sehen für diese Jahr sehr viel Potential. Teilweise wird von Zubau-Zahlen um 2 GW gesprochen oder sogar darüber. Der Branchen würde es gut tun und auch der Glaubhaftigkeit des Umweltschutzes. Nur die Klimaschutzziele werden mit diesen Zubauten auf keinen Fall erreicht werden.

Das erste Quartal ist vorbei und die Zubau-Zahlen sind deutlich besser als im vergangenen Jahr. Wir haben Ihnen hierzu in unserer Grafik die Jahre einfach einmal hintereinander gelegt. Hier ist zu erkennen, das bereits die vergleichbaren Monate in 2016, 2015 und 2014 überschritten wurden. Doch für einen Zubau von 2 GW reicht das noch nicht. Im Durchschnitt müssen wir hier 160 MW und mehr erreichen.

Im EE-Gesetz 2017 gibt es einen wunderbaren Begriff „annualisierter Brutto-Zubau“ – d.h. vereinfacht: aus den letzten 6 Monaten alles addieren und dann mal 2 ;-). Wie schon für die Berechnung zum 1. Februar und einen Dezember mit 441 MW Zubau, wird dieser auch wieder für die kommende Berechnung für Mai herangezogen – über 1,4 GW aus dem letzten Jahr. Wenn wir hier die Prognose für März und die Berechnung damit fortschreiben, liegen wir ohne März schon bei über 1,9 GW. Mit einem Zubau im März von über 180 MW, landen wir in der gesetzlichen Regelung der Absenkung um 0,5%. Sollte der März 280 MW überschreiten, erfolgt eine Absenkung um 1%. Die Prognose für Juli aber sieht dann schon etwas anders aus, denn dann entfällt der Dezember und alles normalisiert sich. Abzulesen in unserer Grafik. Mit unserer Schätzung von 160 MW für März ergäbe sich eine Absenkung von 0,25% monatlich.

Grafik KW14