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EuPD Research: Erstmals mehr als ein Gigawatt kleine Photovoltaik-Anlagen in einem Jahr – pv magazine Deutschland

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Die Hochrechnungen der Bonner Analysten zeigen, dass in diesem Jahr die Marke von den Photovoltaik-Anlagen bis zehn Kilowatt Leistung erstmals in Summe geknackt wird. Das Umsatzvolumen allein in diesem Marktsegment liegt demnach bei 1,4 Milliarden Euro und damit 73 Prozent höher als noch 2019.

Die Nachfrage nach privaten Photovoltaik-Anlagen war das ganze Jahr 2020 über hoch. Zu Jahresbeginn vor allem getrieben durch die Angst, dass es nach erreichen des 52 Gigawatt-Deckels keine Einspeisevergütung mehr geben könnte, blieb die Nachfrage auch nach der Streichung des Deckels aus dem EEG im Sommer weiter hoch. Die Hochrechnungen von EuPD Research zeigen, dass es in diesem Jahr in Summe wohl erstmals mehr ein Gigawatt an Neuinstallationen bei den Photovoltaik-Anlagen bis 10 Kilowatt Leistung geben wird.

Die Bundesnetzagentur hat bislang Zubauzahlen bis zum Monat Oktober veröffentlicht, die EUPD Research für seine Prognose herangezogen hat. Demnach erreichen die kleinen 122.000 Kleinanlagen in den ersten zehn Monaten des Jahres eine kumulierte Leistung von 905 Megawatt. Dies sei bereits ein neuer Rekordwert. Für November und Dezember 2020 erwarten die Bonner Analysten „saisonal bedingt“ eine etwas geringere Zahl an Neuinstallationen. Dennoch prognostizieren sie für das laufende Jahr in dem Segment bis 10 Kilowatt ein Gesamtzubau von 1,1 Gigawatt.

Die Detailanalyse von EUPD Research ergab, dass sich in dem Segment „einen fortwährenden Trend zu größeren Systemen“ zeigt. 61 Prozent der bislang für dieses Jahr gemeldeten 122.000 Photovoltaik-Anlagen in diesem Segment wiesen eine Leistung zwischen sieben und zehn Kilowatt auf. Es spiegele sich dabei auch in der Preisentwicklung wider. „Während sich die Systempreise für Kleinstanlagen bis drei Kilowatt im Vergleich vom 4. Quartal 2019 zum 4. Quartal 2020 um sieben Prozent reduziert haben, zeigt sich für die Größenklasse 3 bis 10 Kilowatt Preiskonstanz“, heißt es von EUPD Research weiter. Den Branchenumsatz für die kleinen Photovoltaik-Anlagen schätzen sie für 2020 auf 1,4 Milliarden Euro – ein Zuwachs um 73 Prozent gegenüber 2019, als er etwa 810 Millionen Euro betrug.

Gleichzeitig ist mit der starken Nachfrage nach privaten Photovoltaik-Anlagen auch ein höherer Absatz an Heimspeichern, Ladestationen für Elektroautos, Smart-Home- und Wärmelösungen verbunden. Die Befragungsdaten der deutschen Version des „Global PV InstallerMonitor“ von EUPD Research zeigten, dass Stromspeicher bereits einen sehr hohen Anteil im Portfolio der Handwerker besitzen, gefolgt von Ladestationen für Elektroautos. Angesichts hoher Strompreise und sinkender Einspeisevergütungen sei das Segment der kleinen Photovoltaik-Anlagen immer stärker von Eigenverbrauchslösungen.