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Europäische Forschungseinrichtungen wollen Budgetkürzungen für Horizon-Programm verhindern – pv magazine Deutschland

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22 Organisationen haben von der EU-Kommission gefordert, die Forschungsmittel nicht – wie zuletzt geplant – drastisch zu kürzen. Gerade mit Blick auf den EU Green Deal sollte die Fördergelder deutlich über den veranschlagten 13,3 Milliarden Euro liegen.

Forschungsinstitute in Europa müssen mit einer deutlichen Kürzung ihrer Fördermittel rechnen. Im Juli verständigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten zwar auf einen außerordentlichen Haushalt, aus dem der Wiederaufbau der Wirtschaft nach der Corona-Krise finanziert werden soll. Gleichzeitig einigten sie sich jedoch auch auf Kürzungen anderer Haushaltsmittel – darunter dem Forschungsprogramm „Horizon Europe“.

Der Verband der europäischen Erneuerbaren-Forschungscenter EUREC hat daher ein Positionspapier verfasst und veröffentlicht, dem sich 21 weitere Organisationen aus dem Wissenschaftsbereich angeschlossen haben. Darin wird gefordert, „Horizon Europe“ als ein wichtiges Instrument der langfristigen Erholung der Wirtschaft und für den Übergang zur Klimaneutralität bis 2050 anzuerkennen. Das Budget müsse auf die Ziele des EU Green Deals ausgerichtet werden. Im Falle eines wesentlich kleineren Budgets müssten Technologien Vorrang eingeräumt werden, die zum Erreichen der EU-Energie- und Klimaziele beitragen. „Wir sind der Ansicht, dass der Cluster Klima, Energie und Mobilität unter keinen Umständen weniger als den von der Kommission für 2018 vorgeschlagenen Betrag (13,3 Milliarden EUR in konstanten Preisen von 2018) erhalten sollte – und dass er sogar noch viel mehr erhalten sollte“, heißt es in dem Positionspapier, das EUREC auf seiner Website veröffentlicht hat.

Seither habe sich ein großer Wandel in der EU vollzogen. Im Mittelpunkt steht seit dem vergangenen Jahr der „Green Deal“ mit der Verpflichtung zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050. Dafür müsse in diesem Jahrzehnt noch erhebliche zusätzliche Anstrengungen vollzogen werden. „Dieser Deal impliziert einen größeren Bedarf an Ressourcen für Forschung und Entwicklung im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien als ursprünglich vorgesehen, nicht einen geringeren Bedarf“, heißt es weiter. Das Programm „Horizon Europe“ enthält eine Verpflichtung, dass 35 Prozent des Budgets für klimarelevante Aktionen verwendet werden müssten. Daher brauche es auch ein angemessenes Budget für das Cluster Klima, Energie und Mobilität. Die Organisationen hoben zudem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung als Basis für den Erfolg der Industrie und den damit verbundenen Arbeitsplätzen und dem Wachstum hervor.

Stephan Rothe

Geschäftsführer / CEO, EEHD Erneuerbare Energien Handel und Distribution GmbH

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