Von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gibt es eine neue Marktübersicht zu Pelletheizungen. Wie die FNR mitteilte, handelt es sich um die achte aktualisierte Auflage. Darin stellt sie über 100 luft- oder wassergeführte Pelletöfen sowie mehr als 400 Pelletheizkesselmodelle von 34 Herstellern vor.

Sie beinhalte ferner Informationen über Pelletkessel und Pelletöfen für Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie für die Wärmeversorgung in Kommunen und Gewerbe. Die Ofen- und Kesselmodelle werden dabei in Übersichtslisten und Typenblättern detailliert vorgestellt. Zusätzlich biete die Broschüre umfangreiche Informationen zu Bauarten und Anlagentechnik, Planungshinweise und Angaben zu aktuellen Emissionsanforderungen aus der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung. Außerdem finden Interessierte dort Adresshinweise und Informationen zur Bundesförderung. Die Daten für mittlere und große Pelletheizungen und –heizwerke mit mehr als 200 Kilowatt Leistung ließen sich außerdem in der zugehörigen Bioenergiedatenbank der FNR recherchieren.

Förderung über Marktanreizprogramm

Pelletheizungen böten sich vor allem für den Ersatz von Ölheizungen an. Aus dem Marktanreizprogramm gebe es für sie einen Extrabonus von 10 % und einen Zuschuss von insgesamt 45 % der Kosten für eine Pelletheizung und deren Installation und Inbetriebnahme. Die höhere Anfangsinvestition in eine Pelletheizung mache sich so vor allem bei Gebäuden und Betrieben mit höherem Brennstoffverbrauch im Laufe weniger Jahre bezahlt. Auch für gut gedämmte Ein- und Mehrfamilienhäuser sei die Pelletheizung eine wirtschaftliche und klimafreundliche Alternative.

Pelletheizungen seien außerdem besonders komfortabel. Sie verursachten äußerst geringe Emissionen und böten die Möglichkeit, klimaneutral mit nachwachsenden Rohstoffen zu heizen. Holzpellets haben als kompakte, genormte und qualitätsgesicherte Holzbrennstoffe einen vergleichsweise geringen Lagerraumbedarf und sind hinsichtlich Brennstoffzuführung voll automatisierbar. Damit lassen sich Holzpellets und Pelletheizungen auch im dichtbebauten städtischen Raum bestens nutzen. Nutzer sollten beim Kauf von Pellets aber auf die Herkunft achten. So können sie versuchen sicherzustellen, dass die Pellets aus nachhaltigen Quellen stammen. Pellets können auch im Zusammenspiel mit Solarthermie eine klimafreundliche Lösung für Nahwärmenetze bieten.

12.10.2020 | Quelle: FNR | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH