LOADING

Type to search

Hanwha Q-Cells schließt Zertifizierungsprogramm „Quality Controlled PV“ des TÜV Rheinlands erfolgreich an – pv magazine Deutschland

Share

Nach eigenen Angaben ist es der erste Photovoltaik-Hersteller, der die strengeren Zertifizierungen erfüllt und war selbst an der Entwicklung der Testkriterien beteiligt. Der neue Standard des TÜV Rheinlands soll die Messlatte für die Qualität von Solarmodulen höher legen.

Hanwha Q-Cells hat das strengere Zertifizierungsprogramm „Quality Controlled PV“ für Solarmodule des TÜV Rheinland erfolgreich bestanden. Der südkoreanische Photovoltaik-Komplettanbieter mit deutschen Wurzeln sei das erste Solarunternehmen, das den neuen Standard für seine jüngste Modulgeneration „Q.PEAK DUO-G9“ bestanden habe, teilte es am Dienstag mit. Der TÜV Rheinland habe diesen eigens entwickelt, um die Messlatte für die Überwachung, Prüfung und Anerkennung der Qualität von Solarmodulen noch höher zu legen und durchgängig sicherzustellen. Hanwha Q-Cells habe sich an der Entwicklung der Testkriterien beteiligt.

Das Programm sei das bisher umfangreichste und strengste in der Solarindustrie, heißt es weiter. Als einzige Zertifizierung sehe es regelmäßige, unabhängige und stichproben­artige Vor-Ort-Prüfungen von Modulen aus laufender Produktion vor sowie regelmäßige Materialprüfungen. Dies steigere die Anforderungen an Qualität, Leistung und Haltbarkeit der Solarmodulen nochmals deutlich.

Die Zertifizierung zur Qualitätskontrolle besteht Hanwha Q-Cells zufolge aus drei Komponenten und sieht eine Reihe von strengen Prüfprozessen vor. Die erste Komponente sei der initiale Qualifikationstest. Er bewertet die langfristige Zuverlässigkeit, indem er mit bis zu dreimal längeren Testdauern arbeitet, als es die Standard-IEC- und UL-Tests vorsehen – so etwa eine Damp-Heat-Testdauer von 2000 Stunden und 600 thermische Zyklen. Hinzu kämen weitere Haltbarkeitstests für die Solarmodule, die nicht in der Standard-IEC-Zertifizierung enthalten sind. Damit sollten mögliche Ausfallrisiken, wie etwa die Witterungs­bestän­digkeit der Rückseitenfolien und die Langzeitstabilität der Lötverbindungen bewertet werden. Zusätzliche Prüfmaßnahmen umfassen einen erweiterten mechanischen Belastungstest, potenzialinduzierte Degradation (PID)- und licht- und temperaturinduzierte Degradation (LETID)-Tests sowie die Prüfung der UV-Beständigkeit der Rückseitenfolie.

Die zweite Komponente des Zertifizierungsprogramms sieht vor, dass unabhängige Prüfer des TÜV Rheinland direkt vor Ort in der Modulfertigung sind, um aus der laufenden Produktion Module für umfassende Sicherheits-, Qualitäts- und Zuverlässigkeitsprüfungen auszuwählen. Damit würden die Massenproduktionsprozesse eines Modulherstellers kontinuierlich, umfassend und unabhängig geprüft. Dies sei bislang bei keinem anderen Standard der Fall, so Hanwha Q-Cells weiter.

Die dritte Komponente bestehe in der kontinuierlichen Überwachung der von den Herstellern verwendeten Materialien sowie ihrer Lieferanten. Dabei würden die Lieferantenaudits und die Fußabdrücke regelmäßig verwendeter Materialien überwacht. Dabei werde monatlich sowie in weiteren Tests aus laufender Massenproduktion überprüft, ob die Struktur und Zusammensetzung der Materialien von gleichbleibend hoher Qualität sind.

In seiner Funktion als Mitglied des Branchenbeirats für den TÜV Rheinland habe Hanwha Q-Cells an der Schaffung der neuen Standards zur Qualitätskontrolle mitgewirkt. Das strengere Zertifizierungsprogramm sei dynamisch angelegt und werde kontinuierlich aktualisiert, sobald neue Prüfnormen verabschiedet werden. „Der Testkatalog des TÜV Rheinland definiert zusätzliche Qualitätsmerkmale, die über das Standardniveau der Zulassung und Sicherheitsqualifikation hinausgehen“, erklärt Lukas Jakisch, Business Field Manager für PV-Module bei TÜV Rheinland. „Die Überwachung des laufenden Produktionsprozesses eines Herstellers durch den TÜV Rheinland – bei der wir jeden Monat Tests an zufällig ausgewählten Stichproben durchführen – zielt darauf ab, ein einheitliches Überwachungsniveau sicher zu stellen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Kontrolle der Zuverlässigkeit und der Materialeigenschaften sowie von Lieferanten.“