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JA Solar, Jinko und Longi: Produktionskapazität für Module mit 182-Millimeter-Wafern steigt 2021 auf 54 Gigawatt – pv magazine Deutschland

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Den chinesischen Photovoltaik-Unternehmen zufolge sind mit Blick auf die Stromgestehungskosten Module mit 182-Millimeter-Wafern Produkten mit 210-Millimeter-Wafern überlegen. Das liege an niedrigeren Systemkosten sowie besserer Erzeugungskapazität und Zuverlässigkeit. Trina Solar forciert derweil die Produktion seiner Vertex-Module, die auf 210-Millimeter-Wafern basieren.

Einen Trend zu schnell wachsenden Wafergrößen hatte der Maschinenbau-Verband VDMA bereits bei der im April veröffentlichten 11. Ausgabe der International Technology Roadmap for Photovoltaic (ITRPV) festgestellt. Dem im Oktober vorgelegten Update zufolge werden zukünftig neben 166-Millimeter-Wafern insbesondere 210-Millimeter-Wafer in der Massenproduktion berücksichtigt werden, ab 2022 auch Wafer mit 182 Millimetern. JA Solar, Jinko Solar und Longi Green Energy erwarten wiederum, dass die Produktionskapazität für Module auf Basis von 182-Millimeter-Wafern bereits 2021 etwa 54 Gigawatt erreichen wird. Das zeigte die von den chinesischen Photovoltaik-Herstellern gesponserte Konferenz „Advanced PV Technology for Better LCOE – 182 mm Module and System Technology“ in Shanghai.

Aus Sicht von Li Shaotang, Senior Product Manager bei Longi Solar, unterstützen 182-Milimeter-Module effektiv die vorhandenen industriellen Spezifikationen und elektrischen Systeme. Zudem seien die Module in Bezug auf die Stromgestehungskosten (LCOE) aufgrund niedrigerer Systemkosten sowie besserer Erzeugungskapazität und Zuverlässigkeit Modulen mit 210-Millimeter-Wafern überlegen. Vor allem die nierigeren Systemkosten seien optimal für große Solarparks in flachem Gelände.

Wie Yu Hanbo, Senior Manager für globale Produkte bei Jinko Solar, ergänzte, dass die Verwendung von 182-Millimeter-Modulen im Vergleich zu 210-Millimeter-Produkten die EPC-Kosten um mehr als 0,1 Yuan pro Watt senken könne. Zudem seien die BoS-Kosten um 2,6 US-Cent pro Watt niedriger. Daher seien 182-Millimeter-Produkte die beste Wahl.

Monsoon Wang, Senior Vice President Assistant und Senior Product Technician bei JA Solar, wies darauf hin, dass es für 182-Millimeter-Produkte für jeden Prozessschritt eine Reihe qualifizierter Lieferanten gebe, vom Kristallziehen über das Schneiden der Wafer bis zur Herstellung von Zellen und Modulen. Es werde geschätzt, dass 2021 die Produktionskapazität für Kristallziehen, Glas und Folie für die 182-Millimeter-Produkte mehr als 50 Prozent der gesamten Kapazität der Branche ausmachen und ihr Anteil am Kristallziehen 91,7 Prozent betragen wird.

Verschiedene Hersteller von Wechselrichtern und Trackern äußerten sich bei der Konferenz ebenfalls zu Modulen mit 182-Millimeter-Wafern. Vertreter beispielsweise von Huawei, Sungrow und Nextracker sahen keine Kompatibilitätsprobleme mit ihren Produkten.

Derweil forciert Trina Solar die Produktion seiner Module mit 210-Millimeter-Wafern. Der chinesische Photovoltaik-Produzent erweitert dafür seine Zusammenarbeit mit Sichuan Yongxiang Co., Ltd. und Tongwei Solar Co., Ltd. Ziel ist eine gemeinsame Projektgesellschaft, die pro Jahr in 40.000 Tonnen hochreines Silizium sowie jeweils 15 Gigawatt Ingots, Wafer und Zellen investieren soll. Die Gesamtinvestition beträgt laut Trina Solar rund 2,3 Milliarden US-Dollar, Trinas Beteiligungsquote liege bei 35 Prozent. Trina Solar plant der Mitteilung zufolge eine Produktionskapazität für Photovoltaik-Module von mindestens 50 Gigawatt bis Ende 2021, von denen die meisten 210-Millimeter-Module seien.