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Kanada führt CO2-Steuern ein – andere Deckeln die EE-Zubau.

Während sich die USA immer mehr vom Klimaschutz verabschieden, zieht Kanada die Zügel bei den Kohlendioxid-Emissionen gerade an.

Der nördliche Nachbar der Vereinigten Staaten führt zwei CO2-Steuern zur Senkung der Treibhausgasemissionen ein.

Die erste ist die sogenannte Brennstoffsteuer: Sie müssen Produzenten und Händler fossiler Kraftstoffe wie Benzin oder Kohle ab Juli auf ihre Ware zahlen. Sie bemisst sich daran, welche Treibhausgasmengen ihr Verbrennen später verursachen würde. Für das Treibhausgas Kohlendioxid beträgt die Abgabe zunächst 20 kanadische Dollar (rund 13 Euro) pro Tonne.

Sie steigt jährlich um zehn Dollar an, bis sie 2022 schließlich bei 50 Dollar gedeckelt wird. Andere Gase wie Methan werden gemäß ihrer Klimaschädlichkeit in CO2 umgerechnet. Davon ausgenommen sind Treibstoffe zur Energieerzeugung in weit abgelegenen Orten sowie etwa Kraftstoffe für die Landwirtschaft und Fischereien, da viele der Betriebe die Mehrkosten vermutlich nicht stemmen können.

Mit der Steuer steigen voraussichtlich die Energiepreise, da betroffene Unternehmen ihre Kosten an den Kunden weitergeben dürften. Kanadas Bundes-regierung rechnet damit, dass sich etwa Benzin bis 2022 um rund sieben Eurocent pro Liter verteuert und Erdgas um 6,4 Eurocent pro Kubikmeter. Zum Ausgleich müssen die kanadischen Provinzen 90 Prozent ihrer Brennstoffsteuer-Einnahmen an Privathaushalte auszahlen. Der Bund nimmt an, dass fast zwei Drittel aller Haushalte dadurch mehr Geld erhalten, als sie zusätzlich für Energie ausgeben müssen.

Quelle: HEISE.de … weiterlesen

Stephan Rothe

Geschäftsführer / CEO, EEHD Erneuerbare Energien Handel und Distribution GmbH

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