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LEAG nimmt „Big Battery Lausitz“ final in Betrieb – pv magazine Deutschland

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Bis zu 50 Megawatt Primärregelleistung kann das Speicherkraftwerk erbringen, um kurzfristige Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Nach dem erfolgreichen Probebetrieb ist der Batteriespeicher mit 53 Megawattstunden nutzbarer Kapazität zum Jahreswechsel in den kommerziellen Dauerbetrieb gegangen.

Nach Abschluss des erfolgreichen Probebetriebs hat LEAG die „Big Battery Lausitz“ zum Jahreswechsel final in Betrieb genommen. Das Speicherkraftwerk verfügt über eine nutzbare Kapazität von 53 Megawattstunden. Der Energieversorger will es zur Erbringung von bis zu 50 Megawatt Primärregelleistung nutzen, um kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen zu können. „Mit ihrem innovativen Lademanagement und durch die Nutzung eines neuartigen Kraftwerksleitsystems leistet die Big Battery Lausitz einen wichtigen Beitrag zur Integration erneuerbarer Energien ins Netz“, hieß es von LEAG. Das Speicherkraftwerk befindet sich unmittelbar am Kohlekraftwerk „Schwarze Pumpe“ in der Lausitz.

Der Großspeicher erstreckt sich über eine Fläche, die etwa so groß ist wie ein Fußballfeld. Insgesamt 13 Batteriecontainer mit insgesamt 8840 Batteriemodulen wurden errichtet sowie 13 Umrichtercontainer, um eine Umwandlung zwischen Gleichspannung der Batterien und Wechselspannung für das Stromnetz zu meistern. Weitere Bestandteile sind der Blocktransformator und die dazugehörigen Schaltanlagen. Je nach Situation im Stromnetz oder an den Strommärkten könne die Batterien be- oder entladen werden. Gespeichert wird LEAG zufolge ein Strommix aus konventionellen und erneuerbaren Energieträgern.

„Mit diesem Innovationsprojekt im Herzen der Lausitz betritt unser Unternehmen Neuland auf dem Gebiet der Stromspeicherung und wird in einem Technologieumfeld aktiv, das im Zuge der Energiewende vielfältige Potentiale für die Zukunft bietet“, so der LEAG-Kraftwerksvorstand Hubertus Altmann. Großspeicher würden künftig bei industriellen Anwendungen eine zentrale Rolle einnehmen. „Einerseits zur Flexibilisierung der Elektrizitätsversorgung als Reaktion auf Schwankungen im Stromnetz und andererseits im Zusammenspiel verschiedener Technologien.“ Das Speicherkraftwerk sei zudem ein wichtiger Baustein für die Entwicklung integrierter Energielösungen, die künftig zum Aufbau weiterer Wertschöpfungsketten in der Energieregion Lausitz beitragen werden. Als ein „wichtiges Signal für die Lausitz“ bewertete auch der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Marco Wanderwitz, die Inbetriebnahme des ersten Großspeichers in der Region.