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Ökostromversorger und GLS Bank gründen Gemeinschaftsunternehmen für grüne Ladeinfrastruktur – pv magazine Deutschland

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Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy, Naturstrom und Inselwerke sowie GLS Bank wollen zusammen Ladestationen für Elektrofahrzeuge bauen und betreiben. Der Strom soll nicht teurer sein als der Graustrom aus Ladesäulen konventioneller Anbieter. Die Genossenschaft ist offen für weitere Partner.

„Ladegrün!“ – diesen Namen trägt das Gemeinschaftsunternehmen, das die Ökostromversorger Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy, Naturstrom und Inselwerke sowie die GLS Bank jetzt vorgestellt haben. Die als Genossenschaft organisierte Firma mit Sitz in Berlin soll eine grüne Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aufbauen und betreiben. Im kommenden Jahr sollen die ersten 100 Ladepunkte errichtet werden, bis 2025 sind insgesamt 4.000 geplant.

Die Genossenschaft will zum einen öffentliche Säulen errichten, die für alle Fahrer von Elektroautos nutzbar sind. Zum anderen sollen aber auch nicht- oder teil-öffentliche Ladepunkte entstehen, etwa für Gewerbekunden, Wohnbauprojekte und ökologisch orientierte Betreiber von Elektroauto-Flotten.

Die Partner weisen darauf hin, dass im Markt für Ladeinfrastruktur derzeit vor allem konventionelle Energieversorger und die Autoindustrie aktiv sind. Die neue Genossenschaft soll eine ökologische Alternative dazu sein. „Als glaubwürdige grüne Energieversorger schließen wir hier eine wichtige Marktlücke“, sagt Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy. „Denn umweltbewegte E-Mobilisten wollen wirklich nachhaltigen und energiewendedienlichen Strom höchster Qualität laden. Und den bekommen sie bei uns.“ Der Ökostrom soll dabei nicht teurer sein als der Graustrom, mit dem viele Ladesäulen der konventionellen Anbieter gespeist werden.

Die Genossenschaft will nicht nur eigene Ladesäulen betreiben und für Geschäftspartner schlüsselfertige Ladeinfrastruktur errichten, sondern ihren Kunden auch Dienstleistungen wie die technische und kaufmännische Betriebsführung von Ladepunkten anbieten. „Zusammen bringen wir umfassende Expertise in allen Bereichen des Energiemarkts mit“, sagt Oliver Hummel, Vorstand von Naturstrom. Die an der Genossenschaft beteiligten Versorger haben zusammen etwa eine Million Kunden.

Ihren Betrieb soll die in Gründung befindliche und für weitere Partner offene Genossenschaft im Februar oder März 2021 aufnehmen, sobald die Eintragung in das Genossenschaftsregister erfolgt ist. „Wir haben uns bewusst für die Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft entschieden“, sagt Mirko Schulte, Leiter Mobilität bei der GLS Bank. „Mit der Ladegrün! eG treiben wir die Mobilitätswende in Deutschland und damit letztlich auch das Erreichen der Klimaziele voran!“