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Oxford PV erzielt Effizienzrekord bei Tandemzellen – pv magazine Deutschland

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Der Perowskit-Spezialist Oxford PV hat mit 29,52 Prozent einen neuen Weltrekord für den Wirkungsgrad von Perowskit-Silizium-Tandemzellen aufgestellt. Der bisherige, vor einem Jahr aufgestellte Rekord des Helmholtz-Zentrum Berlin ist damit überboten. Die neue Bestmarke wurde vom US-amerikanischen National Renewable Energy Laboratory (NREL) zertifiziert.

Oxford PV hat einen neuen Rekordwirkungsgrad für sein Perowskit/Silizium-Tandem bekannt gegeben. Mit den erreichten 29,52 Prozent rückt das Unternehmen immer näher an den Meilenstein von 30 Prozent heran. Mit dieser Leistung liegt die Technologie auch vor Single-Junction-Zellen jedweden Materials. Tandemzellen untermauern damit den Anspruch, die Zukunft der Photovoltaik zu sein. Der neue Wirkungsgradrekord wurde vom US-amerikanischen National Renewable Laboratory (NREL) zertifiziert.

Während einige noch von den Vorzügen der Perowskit-Solarzellen überzeugt werden müssen, hat Oxford PV als Pionier der Technologie bereits sehr viel erreicht. Zusammen mit dem neuen Wirkungsgrad veröffentlicht das Unternehmen auch eine Berechnung, wonach 35 Kilogramm eines Perowskit-Materials die gleiche Menge an Strom erzeugen könnten wie sieben Tonnen Silizium. Weiter heißt es, dass Perowskite innerhalb nur zehn Jahren Entwicklungszeit ähnliche Umwandlungswirkungsgrade wie Silizium erreicht haben – wobei Forscher an letzteren schon seit mehr als 60 Jahren arbeiteten.

Der neue Rekord wurde mit einer 1,12 Quadratzentimeter großen Zelle erzielt, die in einer Laborumgebung hergestellt wurde. Oxford PV hielt zuvor den Wirkungsgradrekord für Tandemzellen mit 27,3 Prozent und dann 28 Prozent, bevor eine Gruppe am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) den Rekord im Januar 2020 auf 29,15 Prozent herauf schraubte. Sowohl Oxford PV als auch das HZB haben erklärt, dass sie einen klaren Fahrplan haben, um diesen Rekord in naher Zukunft auf über 30 Prozent zu steigern.

„Das Erreichen eines weiteren Weltrekords ist ein fantastischer Meilenstein für unsere Perowskit-basierte Solarzelle“, sagt Frank Averdung, CEO von Oxford PV. Denn der Erfolg zeige, dass man der Bereitstellung von hochleistungsfähiger und kostengünstiger Solarenergie einen Schritt näher gekommen sei. „Wir befinden uns derzeit an einem globalen Wendepunkt – der Klimawandel beschleunigt sich dramatisch. Die Notwendigkeit, alternative Energieformen zu nutzen, war noch nie so groß.“

Großteil der Forschungsergebnisse auf die Massenfertigung übertragbar

Oxford PV ist momentan dabei, die Produktion von Perowskit-Silizium-Zellen und -Modulen in seinem Werk in Deutschland hochzufahren. Das Unternehmen strebt nun eine Großserienproduktion im Jahr 2022 an. Wegen der anhaltenden Covid-19-Pandemie habe es Verzögerungen bei der Verschiffung von Ausrüstungen und Arbeiten am Standort gegeben. Daher musste der ursprünglich für Mitte 2021 geplante Start verschoben werden.

Das Unternehmen weist darauf hin, dass die neue Rekordzelle zwar unter Laborbedingungen hergestellt wurde, aber ähnliche Materialien und Prozesse verwendet werden wie in der Massenproduktion. Oxford PV erwartet deshalb, dass ein Großteil der Forschungsergebnisse übertragbar ist.

Als weitere Bestätigung seines Ansatzes berichtet Oxford PV darüber hinaus, dass seine Technologie – wenn auch nicht in Form von 60-Zellen-Modulen in voller Größe – in externen Tests die Industriestandards für Zuverlässigkeit erfüllt hat. „Unsere Solarzellen und -module weisen nicht nur einen Rekordwirkungsgrad auf, sondern haben auch extern gemessene, dem Industriestandard entsprechende Zuverlässigkeitstests der Internationalen Elektrotechnischen Kommission bestanden“, sagt Chris Case, CTO von Oxford PV.