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Photovoltaik: N-ergie sucht Bürgerdarlehen für Solarpark – Solarserver

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Ein Feld am Rande einer Autobahnbrücke.

Foto: N-ERGIE / Florian Betzold

Der Nürnberger Versorger N-ergie sucht für einen neuen Solarpark Bürgerdarlehen. Wie das Unternehmen mitteilte, geht es dabei um ein Vorhaben in Rottendorf im Landkreis Würzburg. Die Freiflächenanlage mit einer Leistung von 3,3 Megawatt peak entstehe auf einem 70 Meter breiten Streifen entlang der A7. Zum Einsatz kommen rund 9.600 Module, die zusammengenommen etwa 3.225.600 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr produzieren werden.

Die vorbereitenden Maßnahmen und die Einrichtung der Baustelle laufen bereits. Bei Probebohrungen auf dem Gelände seien zudem Bodendenkmälern gefunden worden. Dazu stimme sich N-ergie aktuell mit dem Landesamt für Denkmalpflege ab.

Bürgerdarlehen mit 1,35 Prozent Verzinsung

Ein besonderes Anliegen sei es, Bürgerinnen und Bürger vor Ort mit zu beteiligen. Mit N-ERGIE Bürgersolar habe sie deshalb ein Angebot aufgelegt, das sich vorrangig an die Menschen im Umkreis ihrer Solarkraftwerke richte. Das gelte auch für das neue Solarkraftwerk in Rottendorf. Die Mindestlaufzeit des Bürgerdarlehens beträgt fünf Jahre. Die jährliche Verzinsung liege ferner bei 1,35 % pro Jahr.

Ausgleichsfläche für Feldhamster

Wie bei all ihren Solarkraftwerken richtet die N-ERGIE auch beim Bau in Rottendorf ein besonderes Augenmerk auf Umweltverträglichkeit und Ökologie. Da auf dem Gelände des Solarkraftwerks unter anderem der besonders geschützte Feldhamster heimisch ist, habe das Unternehmen ein angrenzendes Grundstück als Ausgleichsfläche gepachtet. Dort wird sie Getreide anbauen, das sie nicht aberntet, sondern den Feldhamstern als Nahrungsquelle zur Verfügung stellt.

Deutschland hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Da der Windkraftausbau in Bayern kaum vorankommt, bedeutet dies, dass die Photovoltaik auf den Dächern und in der Freifläche umso stärker zum Zuge kommen müsse. Das sagt Rainer Kleedörfer, Prokurist und Leiter Unternehmensentwicklung bei der N-ergie. Und außerdem: „Wir wollen die Akzeptanz hierfür hoch halten, indem wir die Kommunen und die Bürger vor Ort einbinden und die Wertschöpfung in der Region halten. Daher unterbreiten wir den Bürgerinnen und Bürgern auch das Angebot, finanziell an unseren Photovoltaikanlagen zu partizipieren.“

Aktuell umfasse das Portfolio der N-ergie bereits Anlagen mit einer installierten Leistung von etwa 125 Megawatt, die aus der Kraft von Sonne, Wind und Biomasse grünen Strom produzieren. Mit ihren vorwiegend regionalen Standorten trage der Versorger dazu bei, dass bereits die Hälfte des in ihrem Netzgebiet verbrauchten Stroms vor Ort regenerativen Ursprungs sei.