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Photovoltaik-PPA zwischen Deutsche Bahn und Enerparc – Solarserver

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Inmitten einer großen Freiflächen-PV-Anlage arbeitet ein Kran.

Foto: Enerparc

Die Deutsche Bahn und Enerparc vereinbaren einen weiteren PPA für Strom aus Photovoltaik (PV). Wie Enerparc mitteilte, habe das Hamburger Unternehmen bereits zum zweiten Mal einen Stromliefervertrag (PPA – Power Purchase Agreement) mit der DB Energie GmbH geschlossen. Die Direktvermarktung des in den nächsten 30 Jahren erzeugten Ökostroms werde dabei die Tochter Sunnic Lighthouse übernehmen. Die Deutsche Kreditbank AG finanziere ferner das Projekt.

Enerparc habe die betroffene Photovoltaik-Anlage in Gaarz bei Plau am See mit einer Leistung von 90 Megawatt auf einer Fläche von rund 91 ha gebaut. Zugleich sei das Unternehmen bei der im Eigenbestand befindlichen Anlage auch für Service und Wartung zuständig. Voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2021 werde das bereits bauseitig abgeschlossene Solarkraftwerk ans Netz gehen. Jährlich werde es rund 80 Gigawattstunden an die Deutsche Bahn liefern. Die Sunnic werde dabei für die vertragsgerechte Lieferung des grünen Stroms an die Deutsche Bahn verantwortlich sein. „Mit solch langfristigen PPAs ist es großen Unternehmen nun möglich, einen hohen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten.“ So äußerte sich Christoph Koeppen, CEO und Vorstand der Enerparc. „Und wir sind stolz darauf, zum mittlerweile zweiten Mal die Realisierung und Umsetzung eines solchen PPA-Projektes für die Deutsche Bahn durchzuführen.“

„Als langjährige Finanzierungspartnerin der Enerparc freuen wir uns, an der Realisierung dieses Solarparks beteiligt zu sein.” Das sagte Tilo Hacke, Mitglied des Vorstands bei der DKB. Für die DKB sei es zudem das bislang größte Photovoltaik-Projekt ohne EEG-Vergütung. In der Vermarktung von Strom aus Erneuerbaren Energien durch PPAs sehe das Unternehmen ein vielversprechendes Geschäftsmodell. Insbesondere für große Photovoltaikanlagen sei dies attraktiv.

Weitere PPA der Bahn mit Wind- und Wasserkraft

Die Deutsche Bahn hat neben dem PV-PPA weitere Stromabnahmeverträge für Ökostrom geschlossen. Einer betrifft das Wasserkraftwerk Egglfing-Obernberg im Inn an der Grenze zwischen Niederbayern und Österreich. Von dort flössen ab 2023 fast 440 Gigawattstunden in das Netz der DB Energie. Der Vertrag mit der Verbund AG laufe über fünf Jahre.

Ab Herbst 2024 bereicherten außerdem 260 Gigawattstunden Windenergie jährlich den Bahnstrommix. Dann liefere der Windpark Amrumbank-West in der Nordsee. Die DB hat sich etwa ein Viertel der Leistung der 33 Quadratkilometer großen Offshore-Anlage nordwestlich von Helgoland gesichert. RWE und DB haben den Vertrag für 15 Jahre geschlossen.

19.11.2020 | Quelle: Enerparc AG | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH