Am 29. Januar 2026 verwandelte sich Leipzig für einen Tag in den Treffpunkt der deutschen Photovoltaik- und Speicherbranche. Beim PV-Forum kamen Juristen, Ingenieure, Projektentwickler und Praktiker zusammen, um aktuelle Entwicklungen rund um Photovoltaik, Batteriespeicher und Energierecht zu diskutieren – wer nicht dabei war, hat einiges verpasst.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Martin Maslaton, der mit seinem Vortrag zu „Green Defense bei PV“ gleich zu Beginn zum Nachdenken anregte: Welche Rolle können dezentrale Photovoltaikanlagen für Resilienz und Versorgungssicherheit in Krisen- und Verteidigungslagen spielen? Eine Frage, die zeigt, wie eng Energiewende und Sicherheitspolitik inzwischen verflochten sind.

Im Anschluss ging es praxisnah weiter: Marco Sparmann von der DKB gab Einblicke in Marktmechanismen und Finanzierungsmöglichkeiten für Groß-Batteriespeicher, während Prof. Dr.-Ing. Kaltschmitt und Luka Bornemann von der TU Hamburg-Harburg den aktuellen Stand der Photovoltaik im Energiesystem einordneten. Christian Menke vom Bundesverband Solarwirtschaft rundete den Vormittag mit einem Ausblick auf die anstehende Energierechtsnovelle ab, insbesondere auf die Einführung der Differenzverträge (CfD) als Voraussetzung für den EEG-Förderrahmen ab 2027.

Nach der Mittagspause standen weitere hochaktuelle Themen auf dem Programm: Rainer K. Schmidt und Theresa Ann Michal Vogt beleuchteten die fachgerechte Verwertung von PV-Modulen – von Marktentwicklung bis Recyclingtechnik. Dr. Sabrina Warmuth widmete sich der komplexen Planung von Hybridparks, in denen Wind, Photovoltaik und Batteriespeicher auf einer Fläche zusammenkommen. Katrin Kätzel und Klara Lemke vom Büro Knoblich Landschaftsarchitekten gaben praxisnahe Einblicke in den „deutschen Planungsdschungel“ bei PVA-Genehmigungen.

Den Abschluss bildete ein Doppelvortrag zur wirtschaftlichen Seite von Batteriespeichern: Ingolf Sonntag stellte Vermarktungsmodelle und Multimarkt-Optimierung vor, bevor Stephan Rothe, CEO der EEHD und Vorstand des LEE Sachsen, mit dem Schwarmspeicherkonzept einen anschaulichen Anwendungsfall aus der Praxis präsentierte.

Zwischen den Fachvorträgen blieb bei zwei Kaffeepausen und der Mittagspause genug Raum für Austausch und Networking – ein wichtiger Bestandteil eines Tages, der Recht, Technik und Wirtschaft rund um Photovoltaik und Speicher so dicht wie kaum eine andere Veranstaltung zusammenbrachte.

Das PV-Forum 2026 hat einmal mehr gezeigt: Die Branche steht vor spannenden regulatorischen und technischen Herausforderungen – von der Energierechtsnovelle über Hybridparks bis zum Recycling von Modulen. Wer beim nächsten Mal nicht verpassen möchte, live dabei zu sein, sollte sich den Termin für das kommende PV-Forum schon jetzt vormerken.