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PV-Recycling – Verpflichtend wirksam

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Das Elektrogesetz ist seit 2016 für die Solarbranche vollständig wirksam. Das ElektroG2 regelt u.a. die Pflicht der Erfassung, die Mitteilungspflichten und das Zuführen nicht mehr gebrauchsfähiger Solarmodule zur fachgerechten Entsorgung. Mit Wirksamkeit zum 15.08.2018 wurde die Einteilung der PV-Module noch einmal neu gefasst.
Viele „Inverkehrbringer“ im Sinne des ElektroG2 sind nach heutigem Kenntnisstand häufig immer noch nicht hinreichend informiert, welche Aufgaben und Pflichten zu erfüllen sind und mit welchem Aufwand diese rechtssicher erledigt werden können, um Schaden in Form von Geldstrafen oder im äußersten Fall von einen Wettbewerbsverbot abzuwenden. Genauso herrscht häufig Unsicherheit darüber, wie ausgediente oder nicht mehr funktionstüchtige Module entsorgt werden sollen – sowohl auf privater als auch auf gewerblicher Seite.

Die Rückgabe von Alt-Solarmodulen an einen Entsorger, der im Rahmen des ElektroG2 agiert, ist für den End-Of-Life-Prozess eines jeden Moduls entscheidend. Nur so können die steigenden Stoffstrommengen, die spätestens ab 2020 erwartet werden, korrekt erfasst, verwaltet und einem passenden Recyclingprozess zugeführt werden. Ziel ist es auch den „Schwund“, also das Entsorgen von PV-Modulen ohne die Möglichkeit den Verbleib eines ausgedienten Moduls nachvollziehen zu können, konsequent einzudämmen.

Dazu ist es notwendig ein flächendeckendes Rücknahme-System für Alt-PV-Module zu etablieren. Privatleute können Kleinstmengen kostenfrei an den öffentlichen Entsorgungsstellen abgeben. Für gewerbliche Betreiber von Kraftwerken gleich welcher Größe besteht diese Möglichkeit nicht. O&M- Anbieter sind auf externe Entsorger angewiesen, die die anfallenden Mengen Alt-Solarmodule abholen und die fachgerechte Entsorgung mittels Entsorgungsnachweis bestätigen. Und dies nicht nur im Versicherungsfall.

Darüberhinaus stecken in PV-Modulen viele wertvolle Rohstoffe, die in die entsprechenden Wertstoffkreisläufe rückgeführt werden können.
Damit die so gesammelten Alt-Solarmodule korrekt behandelt werden, bedarf es spezieller Recycling-Anlagen, die es ermöglichen die Module in ihre Wertstoffe aufzutrennen. Während Aluminiumrahmen und Kupferkabel leicht zu gewinnen sind, besteht die Schwierigkeit im Auftrennen der Laminate und Anschlussdosen.

Die Kosten für Entwicklung, Aufbau und Betrieb solcher Recycling-Anlagen münden in den Entsorgungskosten pro Modul. Abhängig von der Technologie eines Moduls müssen verschiedene Recycling-Verfahren angewandt werden. Der Modultypus bestimmt die Kosten der Entsorgung: Da von kristallinen Standard-Modulen große Mengen zu erwarten sind und einfache Recycling- Verfahrens-Technologien zum Einsatz kommen, können die Entsorgungskosten vergleichsweise niedrig gehalten werden. Dünnschicht-Module sind in geringeren Mengen vorhanden und benötigen einen gesonderten, deutlich aufwändigeren Recycling-Prozess.

Um den Problemen und Herausforderungen des PV-Recyclings zu begegnen, hat sich PVEX® seit 2015 als full service Provider im Bereich PV-Entsorgung positioniert. Unsere Dienstleistungen richten sich an alle Marktteilnehmer, die mit Solarmodulen jedweder Technologie als institutioneller Anleger, privater oder gewerblicher Betreiber, O&M-Partner, Installateur, Verkäufer, Produzent, Versicherer, Planer oder Sachverständiger in Verbindung stehen. 

Quelle / Text – pvex.de

Stephan Rothe

Geschäftsführer / CEO, EEHD Erneuerbare Energien Handel und Distribution GmbH

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