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SMA und TransnetBW: Integration von Photovoltaik-Leistung verbessern – pv magazine Deutschland

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Die beiden Unternehmen haben eine Vertag unterzeichnet. SMA wird die Erzeugungs- und Einspeisedaten von Photovoltaik-Anlagen liefern, die dem Übertragungsnetzbetreiber verbesserte Hochrechnungen und Prognosen für die Solarleistung, für die Vermarktung des EEG-Stroms und das Engpassmanagement ermöglichen.

Die SMA Solar Technology AG hat mit TransnetBW die Bereitstellung von Erzeugungs- und Einspeisedaten aus Photovoltaik-Anlagen in ihrem Netzgebiet vereinbart. Der Übertragungsnetzbetreiber wolle die Daten zur Erstellung gebietsbezogener Hochrechnungen und Prognosen der Solarleistung, für die Vermarktung von EEG-Strom, zur Reduzierung des Regelenergiebedarfs und zur Verbesserung des Engpassmanagements nutzen, hieß es am Montag von SMA. Mit der Zusammenarbeit reagieren die Unternehmen auf das veränderte Einspeiseverhalten von Photovoltaik-Anlagen, bedingt durch den steigenden Eigenverbrauch und den Einsatz von Speichersystemen.

„Viele Anlagenbetreiber nutzen darüber hinaus einen Teil ihres selbst erzeugten Stroms direkt und setzen Batteriespeicher ein. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, stellt die Netzbetreiber aber auch vor Herausforderungen“, erklärt Jochen Bornemann, Executive Vice President Digital Center bei SMA. „Präzise Hochrechnungen und Prognosen zu Einspeisung und Verbrauch werden deshalb immer wichtiger für einen sicheren, effizienten und kostengünstigen Netzbetrieb.“ SMA hat in seinem Portal nach eigenen Angaben mehr als 180.000 Photovoltaik-Anlagen verschiedener Leistungsklassen integriert. Sie senden über ihre Wechselrichter Daten aus dem Nieder- und Mittelspannungsnetz. „Auf dieser Basis können wir deutschlandweit flächendeckend aktuelle Photovoltaik-System- und Netzzustandsdaten liefern“, so Bornemann weiter.

TransnetBW schätzt, dass wegen des Eigenverbrauchs etwa zehn Prozent des erzeugten Stroms nicht mehr im Netz ankommen. Zu manchen Zeiten liege die Einspeisung dadurch allein in der Regelzone des süddeutschen Übertragungsnetzbetreibers rund 500 Megawatt unter der Erzeugungsleistung. „Die von SMA gelieferten Online-Daten helfen uns einerseits die aktuelle Erzeugung von Solaranlagen, andererseits aber auch die durch Eigenverbrauch reduzierte Einspeisung von Solarstrom besser und sehr zeitnah bestimmen zu können“, erklärt Philipp Guthke, Referent Sonderaufgaben für Prognosen und Optimierung bei TransnetBW.

Die Daten, zu denen neben Photovoltaik-Erzeugung, Einspeisung und Eigenverbrauch auch Netzzustandsdaten gehören, werden dabei im 5-Minuten Intervall aktualisiert, wie es weiter hieß. Allein in der TransnetBW-Regelzone Baden-Württemberg befinden sich etwa 20.000 Photovoltaik-Anlagen mit Wechselrichtern von SMA. Zugleich werde auf Datenschutz geachtet. So verhindert etwa die Aggregation der aktuellen Messdaten nach Postleitzahlengebieten wirksam Rückschlüsse auf einzelne Anlagen, wie SMA erklärte. Auch bei der Bereitstellung der Daten würden höchste Sicherheits- und Datenschutzstandards angewendet-