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Stuttgart startet Solaroffensive mit Förderung für Photovoltaik, Balkonmodule, Speicher und Ladesäulen – pv magazine Deutschland

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Die Landeshauptstadt will die Nutzung der Solarenergie auf allen Ebenen ankurbeln. Die neuen Förderprogramm sind Teil eines Aktionsprogramms für Klimaschutz-Sofortmaßnahmen in Höhe von 200 Millionen Euro. Davon sollen knapp 16 Millionen Euro bis 2023 für die neuen Förderprogramme ausgegeben werden, die alle mit Photovoltaik in Verbindung stehen.

Stuttgart hat eine Solaroffensive gestartet. In diesem Zuge hat es neue Fördermöglichkeiten für Photovoltaik-Anlagen, Balkonmodule, Stromspeicher und Ladeinfrastruktur aufgesetzt, die der Ausschuss für Klima und Umwelt in seiner Sitzung am 13. November beschlossen habe. Das umfangreiche städtische Angebot sei ein Baustein des Aktionsprogramms „Weltklima in Not – Stuttgart handelt“, durch das Klimaschutz-Sofortmaßnahmen in Höhe von 200 Millionen Euro in Stuttgart umgesetzt werden, teilte die Stadt nun mit.  Die Solaroffensive sei eine wichtige Maßnahme auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt. Über das Aktionsprogramm Klimaschutz stehen für 2020 bis 2023 insgesamt 15,875 Millionen Euro für die neu aufgelegten Förderprogramme bereit.

Die Förderung richte sich an Gebäudeeigentümer, Mieter, Pächter und Anlagenbetreiber, auch Vereine und Unternehmen könnten die Programme in Anspruch nehmen. So gibt es künftig Zuschüsse bei der Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern und Fassaden, Solar-Stecker-Geräte sowie die Errichtung von Stromspeichern und vorgelagerter Ladeinfrastruktur in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen.

Beim Bau von Photovoltaik-Anlagen an oder auf Gebäuden würden begleitende Maßnahmen wie die Ertüchtigung der elektrischen Installationen, die Einrichtung des Zählerplatzes, das Stellen eines Baugerüsts oder Statikarbeiten gefördert. Damit solle die Schwelle zur Realisierung von Anlagen gesenkt werden, insbesondere mit Blick auf die Realisierung von Photovoltaik-Mieterstromanlagen. Der Fördersatz sei abhängig von der Größe der Photovoltaik-Anlage. Mit jedem Kilowattpeak an installierter Leistung steigt der maximale Fördersatz um 350 Euro, wie es von der Stadt hieß. Wird Photovoltaik über einer Dachbegrünung oder an der Gebäudefassade installiert, erhöhe sich der Fördersatz auf bis zu 450 Euro je Kilowatt.

Bei Photovoltaik-Balkonmodulen könnten Mieter einen pauschalen Zuschuss zu den Anschlusskosten von 100 Euro pro Anlage beantragen. Auch die Errichtung von Stromspeichern sowie die Installation von vorgelagerter Ladeinfrastruktur für Fahrzeuge in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage werden finanziell bezuschusst. Ladeeinrichtungen werden dabei mit bis zu 1000 Euro netto gefördert und der Zuschuss sei mit anderen Förderprogrammen des Bundes oder Landes kombinierbar, sofern diese das erlaubten.