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Svolt investiert 2 Milliarden Euro in Gigawatt-Fertigung für kobaltfreie Batteriezellen im Saarland – pv magazine Deutschland

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Das Werk des chinesischen Batterie-Herstellers soll über eine Produktionskapazität von jährlich 24 Gigawatt verfügen. Jährlich bis zu 500.000 Batteriezellen für Fahrzeuge könnte dann produziert werden.

Die Svolt Energy Technology Company hat am Dienstag den Aufbau einer Gigawatt-Fertigung für kobaltfreie Batteriezellen in Deutschland angekündigt. Die neue Produktionsanlage, die im Saarland entstehen wird, soll nach der Fertigstellung über eine jährliche Produktionskapazität von 24 Gigawatt verfügen, die Germany Trade & Invest (GTAI) mitteilte. Jährlich könnten dort dann 300.000 bis 500.000 kobaltfreie Lithium-Batteriezellen für Fahrzeuge gefertigt werden. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf zwei Milliarden Euro. Svolt plant demnach die Schaffung von rund 2000 neuen Arbeitsplätzen. Das neue Werk im Saarland soll zugleich als europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum fungieren.

GTAI hat nach eigenen Angaben den Ansiedlungsprozess in Deutschland begleitet. Bemerkenswert und besonders positiv sei vor allem auch der ausgewählte Standort: „Das Saarland gehört zu den Regionen im Strukturwandel. Da ist eine solche Zukunftsinvestition mit vielen neuen Arbeitsplätzen eine besonders gute Nachricht“, erklärte GTAI-Geschäftsführer Robert Hermann. Die Ansiedlung von Svolt sei zudem ein weiterer Beleg für die internationale Attraktivität Deutschlands als Industrie- und Technologiestandort. „Es zeigt zudem, dass Deutschland weiterhin offen für ausländische Investitionen ist“, so Hermann weiter.

Auch sein Kollege Stefan Di Bitonto, Experte für das Thema Mobilität, geht davon aus, dass die Entscheidung von Svolt für Deutschland eine Signalwirkung haben wird. „Die Investition wird positive Synergie- und Multiplikatoreffekte mit anderen Zulieferern herbeiführen und dadurch zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und sichern.“ Zudem werde die Wettbewerbsfähigkeit des Automobilstandorts Deutschland damit gestärkt.

Die EU-Kommission versucht derzeit, den europäischen Nachteil bei der Entwicklung und Herstellung von Batteriezellen gegenüber der internationalen Konkurrenz zu verkleinern. Dazu werden Konsortien über sogenannte IPCEIs mit Milliarden gefördert. Sie sollen in absehbarer Zukunft ebenfalls, Gigawatt-Fertigungen nachhaltiger und effizienter Batteriezellen durch europäische Unternehmen ermöglichen.