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Trotz Corona: Windkraftfirmen trumpfen mit positiven Zahlen auf – am 11. November 2020 um 12:05

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Nicole Weinhold

Die Erneuerbaren-Branche kommt mit positiven Quartalszahlen zu Coronazeiten derzeit besonders krisensicher daher. Der weltgrößte Windturbinen-Hersteller Vestas hat den Umsatz im dritten Quartal 2020 im Vergleich zu Q3 2019 deutlich gesteigert und einen neuen Auslieferungsrekord erzielt. Im dritten Quartal 2020 hat Vestas einen Umsatz von 4,77 Milliarden (Mrd.) Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Anstieg von 31 Prozent entspricht (Q3 2019: 3,65 Mrd. Euro). Vestas hält an seiner Gesamtjahresprognose für 2020 fest und rechnet mit einem Umsatz von 14 bis 15 Mrd. Euro und einer EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von 5 bis 7 Prozent.

Diskurs über den grünen Wiederaufbau

Turbinenhersteller Nordex machte gerade einen Sprung nach oben bei den Börsenzahlen. Die Nordex Group nimmt ihre Prognose für 2020 mit einem Konzernumsatz von rund 4,4 Mrd. Euro (2019: 3,3 Mrd. Euro) bei EBITDA-Marge von zwei Prozent wieder auf und veröffentlicht strategisches Ziel eines Konzernumsatzes von rund fünf Mrd. Euro bei EBITDA-Marge von acht Prozent für 2022. „Die positiven Impulse, die vom Diskurs über den grünen Wiederaufbau für die breitere Wirtschaft erwartet werden, führen dazu, dass der Vorstand die mittelfristige Wachstumsperspektive positiv beurteilt“, heißt des bei Nordex.

Netzanbindung von Offshore-Windparks

Obwohl das Geschäftsjahr stark von der COVID-19-Pandemie geprägt war, konnte der Auftragseingang bei Siemens Energy im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 34 Mrd. Euro gesteigert werden. Wichtige Projekte waren etwa der Auftrag für die siebte Netzanbindung von Offshore-Windparks in der Nordsee oder eine Vereinbarung über die erste Produktionsanlage für grünen Wasserstoff im Megawatt-Bereich in China. Der Auftragsbestand beläuft sich zum Ablauf des Geschäftsjahres am 30. September 2020 auf insgesamt 79 Mrd. Euro. Siemens Energy hat zudem bekannt gegeben, teilweise aus Geschäften mit Kohle auszusteigen. So will sich der Konzern ab sofort nicht mehr an neuen Ausschreibungen für „reine Kohlekraftwerksprojekte“ beteiligen. Bestehende vertragliche Verpflichtungen würden aber erfüllt.

Iberdrola investiert weiter in Erneuerbare

Der spanische Energiekonzern Iberdrola erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Netto-gewinn von 2,68 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und wird die für das Jahr 2020 geplanten Investitionen in Höhe von zehn Milliarden Euro erreichen. Von diesem Betrag wurden 52 Prozent in erneuerbare Energien investiert, was 54 Prozent der Gesamtinvestitionen in diesem Zeitraum entspricht. Die Investitionen in Netze stiegen um 5,5 Prozent und machen damit 38 Prozent der Gesamtinvestitionen aus. Das EBITDA steigt um 3,2 Prozent auf 7,56 Milliarden Euro. Diese Ergebnisse sind dank der bereits getätigten Rekordinvestitionen von 6,64 Milliarden Euro möglich. Das sind 23 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2019.

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