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Wirsol Aufdach schließt ersten Bauabschnitt von Fünf-Megawatt-Anlage auf Gewerbedächern in Philippsburg ab – pv magazine Deutschland

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Der erste Bauabschnitt mit einer Leistung von 748 Kilowatt geht Anfang 2021 in Betrieb. Der Strom soll vollständig im Gewerbepark verbraucht werden. Die Abnehmer werden über ein eigenes Arealnetz versorgt.

Viele Jahre lang hat der US-amerikanische Konzern Goodyear in Philippsburg bei Heidelberg Reifen produziert. Vor drei Jahren stellte das Unternehmen die Fertigung an diesem Standort ein. Die Wirth-Gruppe aus dem nahen Waghäusel übernahm 2019 das Gelände, um dort einen modernen Industriepark mit klimafreundlichem Energiekonzept zu entwickeln. Dazu gehört auch eine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern, die in ihrer finalen Ausbaustufe eine Leistung von knapp fünf Megawatt haben soll. Entwickelt und gebaut wird sie von der Wirsol Aufdach GmbH, die unter anderem von Markus Wirth – einer der Gründer der Wirth-Gruppe – geleitet wird.

Im Juli 2020 begann Wirsol Aufdach mit dem Bau des ersten Abschnitts, einer fast 4.000 Quadratmeter messenden Anlage mit 748 Kilowatt Leistung. Sie geht Anfang 2021 planmäßig in Betrieb und vermeidet jährlich 456 Tonnen CO2-Emissionen. Der Strom soll zu hundert Prozent vor Ort verbraucht werden. Zu den weiteren Bauabschnitten machte Wirsol Aufdach keine Angaben.

Bei der Planung und Umsetzung des Projekts mussten vorab einige ungewöhnliche Fragen geklärt werden. Dazu gehörte die Anforderung, die Anlage in das interne ehemalige 2,4-kV-Areal-Netz einzubinden. Bei der Umsetzung des Projekts war es zusätzlich notwendig, die Kriterien des Hochspannungsnetzes zu erfüllen, da der Netzverknüpfungspunkt das 110-kV-Umspannwerk des ehemaligen Industriekomplexes ist.

„Die Fertigstellung dieses Projekts ist für uns ein erster großer Schritt zur Realisierung unseres Ziels, die entstehenden Gewerbeeinheiten modern und sehr energieeffizient zu gestalten“, erklärt Andreas Wirth, Geschäftsführer der Industriepark Philippsburg GmbH. „Dadurch können die Unternehmen, die sich auf dem Gelände ansiedeln, erhebliche Einsparungen bei den Nebenkosten erwarten und leisten von der ersten Minute an einen Beitrag zum Klimaschutz.“