Zollfahnder verhaften drei Verdächtige wegen illegaler Photovoltaik-Importe

Zollfahnder haben vergangenen Donnerstag zeitgleich in Deutschland, Spanien und der Schweiz insgesamt 25 Wohn- und Geschäftsgebäude wegen Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Schmuggels bei der Einfuhr von Solarmodulen aus China in die EU durchsucht. Dabei vollstreckten die Ermittler in Stuttgart, Bremen und Hamburg drei Haftbefehle des Amtsgerichts Augsburg, wie das Zollfahndungsamt am Mittwoch mitteilte. Über 35 Millionen Euro an Anti-Dumping- und Subventionszöllen sollen die drei Tatverdächtigen demnach bei der Zollabfertigung in Deutschland und den Niederlanden hinterzogen haben.

Bereits im März hatten Zollbeamten bundesweit Räume bei Abnehmern von Solarmodulen aus China durchsucht. Die jetzt gemeldeten Durchsuchungen stünden damit jedoch in keinem Zusammenhang, heißt es beim Zollfahndungsamt München auf Nachfrage von pv magazine. Im jetzigen Fall seien bei den Importen zwei weitere Umgehungsvarianten eingesetzt worden: die Vortäuschung einer falschen Warenherkunft einerseits und die Unterschreitung des Mindestimportpreises durch spätere Rückzahlung andererseits. Um die Module welches chinesischen Herstellers es sich dabei genau handelte und welche Unternehmen beziehungsweise Photovoltaik-Projekte von den illegalen Importen betroffen waren, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes Münchens nicht. Nach Auswertung etwa der beschlagnahmten Festplatten soll nun unter anderem die Tatbeteiligung einzelner Personen sowie das tatsächliche Betrugsvolumen geprüft werden. Letzteres könne am Ende sogar noch höher liegen.

 

Quelle: pv-magazin (Vollständigen Artikel lesen)

 

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