6. Leipziger Photovoltaik-Forum

Auch im Jahr 2026 laden Sie die MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft und der LEE Sachsen e. V. wieder herzlich zum Leipziger Photovoltaikforum in der 6. Auflage ein.

Die Veranstaltung wird am 29.01.2026 im Victor’s Residenz Hotel stattfinden.

Wie in den vergangenen Jahren wird sich das Forum den aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Photovoltaik aus technischer und rechtlicher Sicht widmen. Neben der Expertise der MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft auf rechtlicher Ebene, konnten wir erneut eine ausgewählte Anzahl von in der Branche bestens vernetzten Referenten und spannende Themen zusammenstellen. Wie in den letzten Jahren bereits bewährt, bietet das Leipziger Photovoltaik-Forum damit auch in der 6. Auflage nicht nur die Möglichkeit der fachlichen Weiterbildung, sondern ermöglicht insbesondere auch das Knüpfen neuer und wertvoller Kontakte in der Photovoltaik-Branche und eignet sich somit hervorragend zum Netzwerken.

Während in Berlin über mögliche Einschnitte bei der Förderung von Solaranlagen diskutiert wird – mit teils drastischen Forderungen zur Speicherpflicht und Steuerbarkeit kleiner PV-Anlagen – setzt das 6. Leipziger Photovoltaik-Forum am 29. Januar 2026 ein deutliches Zeichen: Hier stehen die Chancen und Herausforderungen der Photovoltaik im Mittelpunkt, sowohl aus technischer als auch aus rechtlicher Sicht.

Veranstaltet von der MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft und dem dem LEE Sachsen e. V. bringt das Forum erneut führende Köpfe der Branche zusammen – mit praxisnahen Vorträgen, aktuellen Rechtsimpulsen und einer vielseitigen Themenauswahl.

Neben der Analyse politischer Rahmenbedingungen für PV-Anlagen widmet sich die 6. Auflage des Forums auch Batteriespeichern als zentralem Baustein für eine zukunftsfähige Photovoltaik. Wie in den Vorjahren bietet das Forum nicht nur wertvolles Fachwissen, sondern auch den perfekten Rahmen, um sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen und neue Kooperationen anzustoßen.

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LEE-Sachsen – unser und Ihre Beitrag

Der Landesverband Erneuerbare Energien Sachsen (LEE Sachsen) ist die sächsische Stimme für die Energiewende und bündelt die Kräfte der Branche, die den Freistaat Schritt für Schritt mit sauberer Energie versorgen will. Dieser Text stellt die Arbeit des Verbandes vor und lädt dazu ein, sich aktiv in die Vereinsarbeit einzubringen.

Wer wir sind

Der LEE Sachsen ist die Branchen- und Interessenvertretung für alle, die in Sachsen an der Nutzung von Wind, Sonne, Biomasse, Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energien arbeiten. Als Landesverband ist er zugleich über den Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) eng mit der Bundespolitik vernetzt und schlägt damit die Brücke zwischen regionalen Akteuren, Landesregierung und Berlin.

Wie die anderen Landesverbände in Deutschland steht auch der LEE Sachsen für das Ziel, die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen – in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.[1][3] Damit trägt der Verband dazu bei, Klimaschutzziele zu erreichen, regionale Wertschöpfung zu stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze im Land zu sichern.

Unsere Ziele

Im Zentrum der Arbeit steht der Ausbau der erneuerbaren Energien in Sachsen bis hin zu einer Vollversorgung des Freistaates mit sauberer Energie.[1] Der Verband setzt sich dafür ein, dass politische Rahmenbedingungen auf Landesebene verlässlich, planbar und investitionsfreundlich sind.

Zugleich arbeitet der LEE Sachsen daran, Akzeptanz für Energiewende-Projekte zu schaffen, etwa durch transparente Information, Dialogveranstaltungen vor Ort und die Förderung von Beteiligungsmodellen für Bürgerinnen und Bürger. Wie die Schwesterverbände in anderen Bundesländern versteht er sich als Motor für aktiven Klimaschutz, Innovation und regionale Entwicklung.

Was wir tun

Die Vereinsarbeit umfasst verschiedene ineinandergreifende Aufgabenfelder: politische Interessenvertretung, fachliche Vernetzung, Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit.[1][3] In Fachgremien, Anhörungen und Gesprächen mit Ministerien bringt der Verband die Expertise seiner Mitglieder ein und gestaltet so aktiv Energie- und Klimapolitik in Sachsen mit.

Darüber hinaus organisiert der LEE Sachsen regelmäßige Fachveranstaltungen, Workshops und Weiterbildungsangebote zu technologischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen rund um erneuerbare Energien.[1] Mitglieder profitieren von Marktanalysen, Branchentrends sowie Unterstützung bei Genehmigungen und Projektentwicklung und können sich mit anderen Projekten und Unternehmen vernetzen.

Einbindung in das bundesweite Netzwerk

Wie die Landesverbände in Bayern, Niedersachsen/Bremen oder Sachsen-Anhalt bündelt auch der LEE Sachsen die Interessen einer vielfältigen Mitgliedschaft – von Projektentwicklern über Stadtwerke und Energiegenossenschaften bis hin zu Technologieanbietern. Dieses Netzwerk sorgt dafür, dass Praxiserfahrungen aus Sachsen in bundesweite Debatten einfließen und umgekehrt erfolgreiche Ansätze aus anderen Regionen in den Freistaat getragen werden.

Über die Verbindung zum BEE und die Zusammenarbeit mit anderen Landesverbänden entsteht ein starkes gemeinsames Dach für die Energiewende in ganz Deutschland.[3] So kann der LEE Sachsen seine Rolle als Bindeglied zwischen regionalen Akteuren und Bundespolitik wirksam ausfüllen.

Warum mitmachen?

Mitglieder gestalten die energiepolitische Zukunft Sachsens aktiv mit, statt Entscheidungen nur zu kommentieren. Sie bringen ihre Perspektive in Positionspapiere ein, setzen Themen auf die politische Agenda und sorgen dafür, dass die Praxis vor Ort in Gesetzgebungsverfahren gehört wird.

Gleichzeitig bietet der Verband eine lebendige Plattform, um sich zu vernetzen, Kooperationsprojekte anzustoßen und voneinander zu lernen. Wer im LEE Sachsen mitarbeitet, wird Teil einer Bewegung, die weit über die eigene Organisation hinaus wirkt und den Wandel zu einem klimaneutralen, wirtschaftlich starken und sozial gerechten Energiesystem voranbringt.

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Pressemeldung DIHK-Studie „Plan B“

DIHK-Studie „Plan B“: Methodisch fragwürdig und volkswirtschaftlich verkannt – LEE Sachsen fordert ehrliche Debatte über
Kostensenkung

Der Landesverband Erneuerbare Energien Sachsen (LEE Sachsen) nimmt das kürzlich verabschiedete Positionspapier des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum Klimaschutz, basierend auf der Studie „Neue Wege für die Energiewende
(‚Plan B‘)“, mit großer Sorge zur Kenntnis.

Aus Sicht des LEE Sachsen ist die zugrunde liegende Studie sowohl methodisch als auch wissenschaftlich fragwürdig und zieht damit politisch falsche Schlussfolgerungen.

Wir möchten diese Veröffentlichung zum Anlass nehmen, unsere tiefgreifenden Kritikpunkte zu dokumentieren und eine konstruktive Diskussion über die echten Potentiale zur Energiekostensenkung anzuregen.

Die Realität ist: Die Energiewende ist keine Last, sondern eine der größten wirtschaftlichen Chancen der Welt – eine Chance, die Deutschland derzeit nicht hinreichend konsequent zu nutzen weiß. Die zentrale Behauptung, die Energiewende habe zu den steigenden Kosten geführt, ist unbelegt und falsch; die wahren, massiven volkswirtschaftlichen Kosten resultierten aus der abrupten Abhängigkeit von billigem russischem Pipelinegas.

Die Energiewende kann dafür nichts – ganz im Gegenteil: Das Problem liegt insbesondere bei den Systemkosten, die dringend gesenkt werden müssen.

In der DIHK-Studie werden Irrwege beschritten, die keine Kostensenkung bedeuten würden. Die Annahme, Wasserstoffimporte oder blauer Wasserstoff könnten kurzfristig kostengünstig helfen, entspricht nicht der Realität, da entsprechende Transporttechnologie fehlt und blauer Wasserstoff mangels CCS und CO2-Netzen faktisch nicht zur Verfügung steht. Auch das Streichen von Ausbauzielen ist kontraproduktiv für die Planungssicherheit von Unternehmen.

Darüber hinaus erachtet der LEE Sachsen die Idee, das energiewirtschaftliche Zieldreieck durch das Weglassen des ökologischen Aspekts aufzugeben, als inakzeptabel für eine zukunftsorientierte Wirtschaft. Gleichzeitig weist die Studie eklatante methodische Mängel auf: Sie ersetzt willkürlich Kostenannahmen anderer Experten durch eigene, die sich an traditionell pessimistischen Schätzungen der IEA (International Energy Agency) orientieren und das reale Kostenreduktionspotential von Erneuerbaren Energien um den Faktor fünf unterschreiten. Die Kosten für nichtexistierenden Wasserstoff sind dagegen sehr optimistisch angesetzt, während Investitions- und Betriebskosten willkürlich gemischt werden.

Aus dieser methodisch fehlerhaften Basis abzuleiten, wie hoch die Kosten für die Energiewende bis 2045 sind, erachtet der LEE Sachsen als höchst unseriös.

Anstelle ideologischer Grabenkämpfe wünscht sich der LEE Sachsen eine ehrliche und faktenbasierte Diskussion über die Potentiale zur Energiekostensenkung in unmittelbarer Zukunft. Wir benötigen einen planvollen Ausbau Erneuerbarer Energien und eine
schnellere Digitalisierung. Ein solcher Ansatz wirkt schnellstmöglich kostensenkend und entfacht jenen positiven Optimismus in der Wirtschaft, der dringend erforderlich ist.

Der LEE Sachsen bleibt gesprächsbereit und hofft auf eine konstruktive Fortsetzung der Debatte.

LEE Sachsen e. V.
info@lee-sachsen.de
 
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Synthetische Flugkraftstoffe – grünes Fluid für den Himmel?

Synthetische Flugkraftstoffe – grünes Fluid für den Himmel?

Wo stehen wir wirklich?

Einordnung und persönliche Perspektive

Synthetische Flugkraftstoffe gelten seit einigen Jahren als einer der zentralen Hoffnungsträger für den Klimaschutz im Luftverkehr. Kaum ein anderes Thema verbindet derzeit in vergleichbarer Weise energiepolitische Zielsetzungen, technologische Erwartungen und regulatorische Vorgaben. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass politische Zielbilder und reale Verfügbarkeiten miteinander verwechselt werden. Gerade deshalb ist eine nüchterne Einordnung erforderlich: Wo stehen wir heute tatsächlich, was ist realistisch erreichbar – und wo liegen die systemischen Grenzen synthetischer Flugkraftstoffe?

Klare Abgrenzung: Worum es hier nicht geht

Dieser Beitrag grenzt sich bewusst von anderen aktuellen Debatten ab. Er befasst sich nicht mit dem elektrischen oder hybridelektrischen Fliegen. Hybridflugzeuge, bei denen eine klassische Turbine in leistungsintensiven Phasen – insbesondere beim Start und Steigflug – durch elektrische Systeme unterstützt wird, befinden sich technologisch im Vormarsch und werden perspektivisch vor allem im Regionalverkehr eine Rolle spielen. Auch rein elektrische Anwendungen sind für sehr kleine Flugzeuge absehbar.

Diese Entwicklungen sind relevant – sie sind aber nicht Gegenstand dieser Betrachtung.

Im Mittelpunkt steht allein die Frage, woher künftig nachhaltige Flugkraftstoffe für die bestehende und auf lange Sicht dominierende Turbinenflotte kommen sollen.

Warum biogene Kraftstoffe hier keine Rolle spielen

Ebenso bewusst ausgeklammert werden biogene Flugkraftstoffe aus Abfällen, insbesondere aus gebrauchten Ölen und Fetten. Diese Kraftstoffe leisten heute zwar einen Beitrag zur Emissionsminderung, stoßen jedoch aufgrund begrenzter Rohstoffverfügbarkeit, konkurrierender Nutzungen und fehlender Skalierbarkeit schnell an strukturelle Grenzen. Für eine langfristige, globale Perspektive sind sie nicht geeignet, den Bedarf der Luftfahrt in nennenswertem Umfang zu decken.

Synthetische Flugkraftstoffe – technisch machbar, systemisch anspruchsvoll

Im Mittelpunkt stehen daher synthetische Flugkraftstoffe, häufig als e-Fuels oder Power-to-Liquid-Kraftstoffe bezeichnet. Sie werden unter Einsatz erneuerbarer Energie hergestellt, indem grüner Wasserstoff mit CO₂ zu flüssigen Kohlenwasserstoffen synthetisiert wird. Chemisch handelt es sich um ein Kerosin, das nahezu identisch zu fossilem Jet A-1 ist.

Der entscheidende Vorteil:

Bestehende Flugzeuge, Triebwerke und Infrastrukturen können weiter genutzt werden.

Genau das macht synthetische Flugkraftstoffe für den Luftverkehr so attraktiv – und zugleich so anspruchsvoll.

Die eigentliche Herausforderung: die Menge

Die zentrale Frage ist nicht die technische Machbarkeit, sondern die verfügbare Menge. Die weltweite Luftfahrt verbraucht heute deutlich über 300 Millionen Tonnen Kerosin pro Jahr. Selbst bei moderatem Verkehrswachstum ist für das Jahr 2050 von einem Bedarf von rund 350 Millionen Tonnen jährlich auszugehen.

Nachhaltige Flugkraftstoffe müssen daher in industriellen Größenordnungen verfügbar sein – nicht im Maßstab von Pilot- oder Demonstrationsanlagen.

Zwar werden weltweit zahlreiche Projekte zur Herstellung synthetischer Flugkraftstoffe angekündigt, ihr Reifegrad ist jedoch sehr unterschiedlich. Ein erheblicher Teil befindet sich noch im Ideen-, Forschungs- oder frühen Planungsstadium. Nur ein kleiner Anteil ist tatsächlich im industriellen Betrieb oder steht kurz vor der Inbetriebnahme. Hinzu kommt, dass diese Anlagen auf große Mengen sehr günstiger erneuerbarer Energie angewiesen sind und damit unmittelbar mit anderen Anwendungen konkurrieren – insbesondere mit der Elektrifizierung von Industrie, Wärme und Verkehr.

Europa: regulatorisch ambitioniert, industriell begrenzt

Europa nimmt regulatorisch eine Vorreiterrolle ein, etwa durch verbindliche Beimischungsquoten. Industriell zeigt sich jedoch ein deutlich nüchterneres Bild. Viele europäische Vorhaben sind Forschungs- oder Pilotanlagen. Große Produktionskapazitäten entstehen bislang vor allem außerhalb Europas – dort, wo erneuerbare Energie in großen Mengen und zu niedrigen Kosten verfügbar ist.

Deutschland ist derzeit vor allem Forschungs- und Konzeptstandort, nicht jedoch ein relevanter Produzent synthetischer Flugkraftstoffe im industriellen Maßstab.

Was bedeutet das für den Klimaschutz im Luftverkehr?

Synthetische Flugkraftstoffe werden verfügbar sein und sie werden einen relevanten Beitrag zur Emissionsminderung leisten. Lebenszyklusbetrachtungen zeigen, dass CO₂-Einsparungen von bis zu etwa 50 % realistisch erreichbar sind.

Nicht realistisch ist jedoch:

  • eine vollständige Versorgung des weltweiten Luftverkehrs bis 2050
  • eine kurzfristige Preisparität mit fossilem Kerosin ohne regulatorische Steuerung

Warum e-Fuels nichts für den Straßenverkehr sind

Daraus folgt eine klare energie- und verkehrspolitische Konsequenz:

Synthetische Flugkraftstoffe sind ein knappes und wertvolles Gut.

Sie müssen dort eingesetzt werden, wo es keine systemisch sinnvollere Alternative gibt – und das ist eindeutig der Luftverkehr. Für den Straßenverkehr stehen längst effizientere Lösungen zur Verfügung, insbesondere die direkte Elektrifizierung. Der Einsatz synthetischer Kraftstoffe im Straßenverkehr würde enorme Mengen erneuerbarer Energie binden und wäre aus gesamtenergetischer Sicht nicht vertretbar.


Im Landesverband Erneuerbare Energien Sachsen (LEE) ist Professor Maslaton für den gesamten Bereich Verkehr zuständig, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Luftverkehr.

Er ist Rechtsanwalt und seit über 25 Jahren im Luftverkehrsrecht tätig, mit praktischer Erfahrung in allen Bereichen der zivilen Luftfahrt. Die Tätigkeit umfasst den klassischen Verkehrsflugbetrieb ebenso wie die Business- und General Aviation sowie die nationalen, europäischen und internationalen rechtlichen Rahmenbedingungen des Luftverkehrs.

LEE Sachsen e. V.
info@lee-sachsen.de
 
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