Runergy N-Type-Solarmodul in Full-Black-Ausführung, Detailansicht der Modulecke

Modulpreise unter Druck: Was sich in der Lieferkette gerade verschiebt

Nach zwei Jahren fallender Preise mehren sich die Signale für eine Trendwende bei PV-Modulen. Unser Partner Runergy sieht gleich drei Kostentreiber in der vorgelagerten Lieferkette. Was das für Ihre Projektplanung bedeutet – und warum die Oktober-Kontingente davon noch nicht betroffen sind.

Drei Kostentreiber auf einmal

Runergy, einer der großen Tier-1-Modulhersteller und langjähriger Lieferant der EEHD, hat seine Handelspartner im August proaktiv über Entwicklungen informiert, die mittelfristig auf die Modulpreise durchschlagen dürften. Wir fassen die wichtigsten Punkte zusammen.

1. Polysilizium und Wafer: Preisnotierungen ausgesetzt

Neue Vorgaben chinesischer Behörden zur Kostenrechnung und eine Preisstabilisierungspolitik großer Hersteller haben dazu geführt, dass Polysilizium-Produzenten ihre Preisnotierungen weitgehend ausgesetzt haben. Bei den Wafern ist der Anstieg bereits deutlich spürbar – und dieser Kostendruck landet direkt bei den Zellherstellern.

2. Silber nahe Rekordniveau

Silber steckt als Kontaktpaste in praktisch jeder Solarzelle. Laut Runergy notiert es derzeit nahe historischer Höchststände, rund 16.000 RMB pro Kilogramm. Gerade bei modernen N-Type-Zellen (TOPCon, Back-Contact) ist der Silberbedarf ein relevanter Kostenfaktor.

3. US-Handelspolitik (Section 232)

Die USA haben Anfang August Mindestimportpreise und Zusatzzölle auf Polysilizium und Solarprodukte beschlossen, die ab dem 4. Dezember 2026 greifen sollen. Kurzfristig rechnet der Hersteller deshalb mit verstärkten Vorratskäufen für den US-Markt – das verknappt die globale Verfügbarkeit der Rohmaterialien und kann die Preise zusätzlich treiben, auch für Europa.

Was bedeutet das für Installateure und Projektierer?

Konkrete Preiserhöhungen für Module hat Runergy noch nicht angekündigt, beobachtet die Lage aber eng. Die gute Nachricht: Die für Oktober geplanten Runergy-Kontingente sind von diesen Entwicklungen nicht betroffen. Wer Projekte für das vierte Quartal oder das Frühjahr 2027 plant, kann sich jetzt noch zu den aktuellen Konditionen eindecken.

Unsere Empfehlung:

  • Bedarf jetzt klären: Projekte, die bis Anfang 2027 umgesetzt werden, lieber heute als in drei Monaten mit Material absichern.
  • Leistungsklassen flexibel halten: Wer zwischen benachbarten Wattklassen wählen kann, hat bei knapper Verfügbarkeit mehr Optionen.
  • Lieferzeiten einplanen: Wenn die Nachfrage anzieht, werden Containerware und Lagerbestände schneller knapp.

Häufige Fragen

Steigen die Modulpreise jetzt sofort?

Nein. Die Kostentreiber wirken mittelfristig. Ware, die bereits produziert oder für Oktober disponiert ist, ist laut Hersteller nicht betroffen.

Warum beeinflussen US-Zölle den europäischen Markt?

Weil vor dem Stichtag 4. Dezember 2026 verstärkt für den US-Markt eingekauft wird. Das bindet Polysilizium und Vorprodukte, die dann auf dem Weltmarkt fehlen.

Welche Runergy-Module bietet die EEHD an?

Wir führen Runergy-Aufdachmodule der 440–460-W-Klasse (N-Type TOPCon, bifazial) sowie Freiflächenmodule der 620–630-W-Klasse. Aktuelle Verfügbarkeiten und Preise erhalten Sie auf Anfrage.

Jetzt Verfügbarkeit anfragen

Sie möchten wissen, welche Mengen und Leistungsklassen aus den Oktober-Kontingenten noch frei sind? Schreiben Sie uns an vertrieb@eehd.gmbh – wir melden uns kurzfristig mit einem Angebot.

Quelle: Marktinformation der Runergy New Energy GmbH an ihre Handelspartner, August 2026.