Am 1. Januar überweist Ihnen niemand mehr etwas
Zwanzig Jahre lang kam das Geld von allein. Die Anlage lief, der Zähler zählte, einmal im Jahr stand die Abrechnung im Briefkasten. Niemand musste sich kümmern.
Damit ist bald Schluss — und über 100 kWp gibt es nichts, was den Wegfall auffängt.
Der Stichtag steht fest
Bei den Dachanlagen der Jahrgänge 2004 bis 2006 laufen die zwanzig Jahre jetzt ab. Für Jahrgang 2006 ist am 31. Dezember 2026 Schluss.
Und dann passiert etwas, mit dem die wenigsten rechnen: Über 100 kW sieht das Gesetz keine Anschlussvergütung vor. Keine. Für kleine Anlagen gibt es eine Auffanglösung, für große nicht.
Die Anlage läuft weiter. Sie produziert weiter. Nur bezahlt sie niemand mehr — solange kein Direktvermarkter dahintersteht.
Die unangenehme Frage
Stellen Sie sie Ihrem nächsten Kunden. Sie dauert zehn Sekunden:
„Weißt du eigentlich, was du nach dem Ende deiner Vergütung noch für deinen Strom bekommst?“
Erfahrungsgemäß kommt in neun von zehn Fällen: keine Ahnung. Manche wissen nicht einmal, dass es sie betrifft.
Und wer schon einen Direktvermarktungsvertrag hat, ist nicht automatisch fein raus. Die meisten dieser Verträge zahlen den bundesweiten Monatsmarktwert aller Solaranlagen — nicht das, was die eigene Anlage tatsächlich erlöst hat.
Was das kostet, während Sie das hier lesen
Wer in den Minusstunden einspeist, zahlt drauf. Wer abschaltet, nicht. Das ist der ganze Unterschied — und er ist eine Frage des Vertrags, nicht der Technik.
Es geht auch andersherum
Bisher ging es um Schadensbegrenzung. Jetzt der andere Teil.
Zwei Hebel, die kaum jemand nutzt
Hat Ihr Kunde einen Speicher? Dann läuft der vermutlich nach einer festen Regel — voll bei Sonne, leer bei Bedarf. Also genau dann voll, wenn Strom am wenigsten wert ist. Fährt man ihn stattdessen gegen die Preisprognose, bringt dieselbe Anlage im Pilotbetrieb 20 bis 30 Prozent mehr Erlös je Kilowattstunde. Ohne neue Hardware.
Hat Ihr Kunde mehrere Standorte? Erzeugung auf der Halle, Verbrauch in der Filiale? Die Viertelstundenprofile lassen sich zu einer gemeinsamen Bilanz überlagern. Was sich deckt, gilt als Eigenverbrauch — ohne Direktleitung, ohne Umbau, ohne neuen Netzanschluss.
Sie müssen uns das nicht glauben
Rechnen Sie es nach. Die Potenzialanalyse steht offen im Netz: Standorte, Verbrauch, Anlagen und Speicher eintragen, und ein volles Jahr wird auf Viertelstundenbasis gegen echte Börsen- und Wetterdaten gerechnet. Nach zwei Minuten steht da, was drin ist — Einsparung pro Jahr, Autarkiegrad, Eigenverbrauchsquote.
Am besten machen Sie das gemeinsam mit Ihrem Kunden. Dann haben Sie am Ende keine Behauptung, sondern eine Zahl.
Kostet nichts. Verpflichtet zu nichts.
Eines noch: Wer schon einen Direktvermarktungsvertrag hat, sollte jetzt in die Kündigungsfrist schauen. Nicht im Dezember.
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Vertragspartner ist die OK Energy Group GmbH, Leipzig.
