Die Party ist vorbei …

Lange galt als sicher, dass die Modulpreise 2025 weiter fallen. Viele rechneten mit Werten unter 8 Cent, manche sogar mit 4 Cent. Aktuelle Analysen sprechen jedoch eine andere Sprache. Der Preisverfall ist vorbei.

Warum die Modulpreise 2025 nicht weiter sinken

Der chinesische Markt steht unter enormem Druck. Hersteller müssen Verluste begrenzen und Darlehen zurückzahlen. Viele dieser Kredite sind mit Staatsbürgschaften abgesichert. Die Branche wurde ähnlich stark aufgebläht wie der chinesische Immobiliensektor.

Nun geht es vor allem darum, Schäden zu minimieren. Gleichzeitig steht die soziale Verantwortung für mehrere tausend Arbeitsplätze im Raum. Manche Regionen leben ausschließlich von Subunternehmern und Auftragsfertigern der großen Marken. Diese Marken streichen jetzt jedoch Kapazitäten zusammen. Zulieferer werden dabei ohne Rücksicht abgehakt, teils auf staatliche Vorgabe hin.

Chinas Solarbranche kämpft mit Milliardenverlusten

Nicht nur im Modulgeschäft sind Milliarden verloren gegangen. Auch die Aktienkurse der großen Marken zeigen die Verluste deutlich. Selbst heute benötigen einige Hersteller immense Finanzspritzen. Nur so können sie ihre Produktion fortsetzen. Aus unserer Sicht wird es hier exemplarische Opfer geben.

Die gesamte Wertschöpfungskette hat gelitten. Die chinesische Strategie, immer der Billigste sein zu wollen, ist gescheitert. Sie funktionierte ohne Werthaltigkeit und ohne klare Marktposition. Am Ende standen chaotische Vertriebswege im Preiskampf gegeneinander.

Wenn die eigene Preisstrategie den Fachhandel beschädigt

Marken haben zugelassen, dass seriöse Händler und Distributoren unter Druck geraten. Neben den europäischen Niederlassungen verkaufen Direktanbieter aus China parallel. Damit untergraben sie jede Preisgestaltung der eigenen Marke.

Für Installateure und EPC hat das spürbare Folgen. Ihre Angebote werden gläsern, weil Einkaufspreise in Preissuchmaschinen auftauchen. Endkunden erhalten teilweise Preise, die der Installateur selbst nicht bekommt. Denn er kauft die Marke beim seriösen Händler ein.

Marken, die das aus reinem Absatzzwang zugelassen haben, werden perspektivisch verlieren. Neue Marken stehen dagegen bereit. Sie kommen mit einer klaren Preis- und Marketingstrategie. Damit schützen sie ihr Brand und ihre Installateure. Genau diese Marken werden wir künftig unterstützen.

Fünf Preistreiber im Überblick

  • Vorlieferanten: Auch bei Silizium, Aluminium und weiteren Vorprodukten sind Milliardenverluste entstanden. Diese müssen jetzt minimiert werden.
  • Renditedruck: Minimale Preise wurden eine Zeit lang akzeptiert. Inzwischen wird wieder Gewinn erwartet.
  • Dominoeffekt: Steigen die Einkaufspreise aller Bauteile, steigt zwangsläufig auch der Modulpreis.
  • Qualitätswende: Hersteller wollen zurück zu einem hochwertigen Produkt. Investitionen in Forschung sollen sich wieder rentieren.
  • Verknappung: China wird das Angebot bewusst verknappen und damit das Gegenteil der letzten beiden Jahre tun.

Exportregeln verschärfen den Effekt zusätzlich

China gibt inzwischen klar vor, dass kein Modul mehr unter Herstellungskosten exportiert werden darf. Parallel dazu sinkt die Förderung weiter. Zusätzlich wirkt der Druck aus Europa und den USA. Lieferketten- und Exportvorgaben müssen konsequent eingehalten werden.

Perspektivisch spielt der europäische Markt dabei eine untergeordnete Rolle. Einige Marken haben sich diesen Schaden selbst zugefügt. Die niedrige Preiserwartung hält weitere Hersteller inzwischen ab.

Was Installateure und EPC jetzt tun sollten

Lukrative Projekte sind weiterhin möglich. Zögern ist aus unserer Sicht jedoch ein unwirtschaftlicher Aspekt. Sichern Sie Mengen deshalb frühzeitig ab. Prüfen Sie außerdem das gesamte Materialpaket, denn bei Unterkonstruktion, Solarkabel und Wechselrichtern steckt oft mehr Spielraum als im Modulpreis.

Häufige Fragen zu den Modulpreisen 2025

Sinken die Modulpreise 2025 noch weiter?

Nein. Nach aktuellen Analysen ist der Preisverfall beendet. Preise unter 8 Cent je Watt sind aus unserer Sicht nicht mehr realistisch.

Warum steigen die Modulpreise wieder?

Chinesische Hersteller müssen Verluste ausgleichen und Kredite bedienen. Zusätzlich verbietet China den Export unter Herstellungskosten und kürzt die Förderung.

Was bedeutet das für Installateure?

Kalkulieren Sie Projekte mit stabilen bis leicht steigenden Modulpreisen. Sichern Sie Mengen früh und suchen Sie Einsparungen bei den übrigen Komponenten.

Welche Marken sind künftig noch attraktiv?

Marken mit klarer Preis- und Vertriebsstrategie. Wer seine Produkte unkontrolliert über Kleinanzeigen und Preisportale streuen lässt, verliert die Akzeptanz im Fachhandel.

Sie planen Projekte und brauchen belastbare Konditionen? Dann sprechen Sie uns über das Kontaktformular an. Aktuelle Marktzahlen zum Zubau veröffentlicht außerdem die Bundesnetzagentur.