Preisentwicklung 2025
Die Preisentwicklung 2025 zeigt bei Solarmodulen schon im Januar eine klare Richtung: Die Preise steigen wieder. Wir haben diese Bewegung bereits angekündigt. Mehrere Faktoren wirken dabei gleichzeitig. Im zweiten Quartal dürften sich die Modulpreise dann wieder stabilisieren.
Warum die Modulpreise Anfang 2025 steigen
Zunächst spielt das chinesische Neujahr eine Rolle. Bis zu diesem Termin taktieren viele Marktteilnehmer und warten ab. Inzwischen wirkt jedoch vor allem der Druck aus Europa und den USA. Deshalb ordnen auch planwirtschaftliche Eingriffe in China die Branche neu.
- Die im Dezember gekürzten Beihilfen werden weiter reduziert.
- Hersteller sollen nicht mehr unter Produktionspreis verkaufen.
- Das Lieferkettengesetz erhöht den Prüfaufwand beim Import.
- Produkte aus zweifelhafter Herstellung gelangen gar nicht erst in die EU.
China ordnet den Markt neu
In China ist deutlich geworden, wie ungesund sich der Markt entwickelt hat. Starke Subventionen und großzügige Kredite haben Überkapazitäten erzeugt. Die begonnene Insolvenz- und Fusionswelle setzt sich daher fort. Einige Hersteller erhalten zusätzliche Finanzhilfen unter strengen Auflagen. Diese Unternehmen stehen anschließend deutlich stabiler da. Gleichzeitig verknappen die Hersteller ihre Kapazität. Sie verpflichten sich zu geringeren Mengen und höherer Qualität.
Europa verliert an Priorität
Viele Hersteller haben außerdem erkannt: Europa ist als Absatzmarkt weniger attraktiv geworden. Andere Regionen setzen dagegen konsequent auf Photovoltaik. Dort überzeugt vor allem sauberer und günstiger Solarstrom. Wegen ihrer Preispolitik spielen diese Märkte inzwischen eine wichtigere Rolle als einzelne europäische Länder.
Preisentwicklung 2025: Was das für Ihre Kalkulation bedeutet
Der Aufschlag liegt je nach Technologie bei etwa 1 bis 3 Cent pro Watt. Einige Hersteller haben die Preise für Lagerware bereits nach oben korrigiert. Neuware wird schlicht teurer. Wer jetzt allerdings ausschließlich am Modulpreis verhandelt, greift zu kurz.
Deutlich mehr Spielraum steckt in den übrigen Komponenten. Prüfen Sie deshalb das gesamte Materialpaket:
- Unterkonstruktion
- Solarkabel und Stecker
- Wechselrichter
- Trafo- und Übergabetechnik
Hier sind oft mehr als 1 bis 3 Cent pro Watt möglich. Kurz gesagt: Über die Marge entscheidet die Gesamtkalkulation, nicht der Modulpreis allein.
Häufige Fragen zur Preisentwicklung 2025
Je nach Technologie rechnen wir mit einem Aufschlag von 1 bis 3 Cent pro Watt. Die Preise für Lagerware haben einzelne Hersteller bereits nach oben korrigiert.
Wir erwarten eine Stabilisierung im zweiten Quartal 2025. Dann sind die saisonalen Effekte rund um das chinesische Neujahr ausgelaufen.
Vier Faktoren wirken zusammen: gekürzte Beihilfen in China, Preisdisziplin der Hersteller, bewusst verknappte Kapazitäten und strengere Importregeln durch das Lieferkettengesetz.
Bei Unterkonstruktion, Solarkabel, Wechselrichter und Trafotechnik. Dort ist in der Regel mehr Einsparung möglich als beim Modul selbst.
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